Kokosraspel: Große Anbieter schränken Sortiment ein

14. April 2021 um 16:29 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

MANILA. Um die Produktionsgeschwindigkeit zu steigern und die bisherigen Verzögerungen aufzuholen, greifen große Kokosproduzenten nun zu eher ungewöhnlichen Mitteln.

Fokus liegt auf Kokosraspeln

Während die Corona-Impfkampagnen mittlerweile in vielen Ländern gut angelaufen sind, haben andere weiterhin mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dazu zählen auch die Philippinen, auf denen erneut striktere Maßnahmen drohen. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass diese oftmals zu einer erheblichen Verlangsamung der Produktion führen. Da die Produzenten seit nunmehr einem Jahr wenig erfolgreich versuchen, die bisherigen Verzögerungen aufzuholen, haben sie nun einige Veränderungen angekündigt. Die Herstellung von Kokosraspeln wird in den Fabriken Vorrang vor weiteren Produkten wie Kokoschips haben. Weil es während des Produktionsprozesses aufgrund der Umstellung der Anlagen zu Pausen kommt, wenn zwischen verschiedenen Produkten gewechselt wird, erhoffen sich die Hersteller von der Fokussierung auf Kokosraspel eine merkliche Zeitersparnis. Aus diesem Grund nehmen große Lieferanten wie T.M. Duché vorübergehend keine Bestellungen für Kokoschips und geschredderte Kokosnüsse an.

Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt haben in den vergangenen Wochen wieder leicht nachgegeben, nachdem sie zuvor stark angestiegen waren. Aktuell kosten feine Kokosraspel, high fat, Ursprung Sri Lanka 2,65 EUR/kg FCA Spanien.

Kokosraspel

Qualität

EUR/kg

Fein, high fat, Indonesien

2,30

Fein, high fat, Sri Lanka

2,65

FCA Spanien

„Ever Given“ bleibt vorerst in Ägypten

Die Lieferverzögerungen halten an und daran wird sich vermutlich so lange nichts ändern, bis die Produktion wieder in halbwegs normalen Bahnen ablaufen kann. Dazu kommt das Problem des Containermangels, der nicht nur dazu führt, dass die Händler teilweise sehr lange warten müssen, um ihre Ware zu verladen, sondern auch die Frachtkosten massiv in die Höhe treibt. Ein zusätzlicher Störfaktor war die Blockade des Suezkanals durch den Frachter „Ever Given“. Die Container befinden sich nach wie vor auf dem Frachtschiff – Ägypten hat die „Ever Given“ aktuellen Berichten zufolge konfisziert und fordert vom Eigner einen Schadenersatz in Höhe von 900 Mio. Dollar. Da die Versicherer die Höhe der Entschädigung anzweifeln, ist hier nicht mit einer zeitnahen Einigung zu rechnen.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
23.10.2026
SANTIAGO. Laut dem September-Bericht von ChileNut gingen die Exporte von Walnüssen in der Schale in den ersten sechs Monaten der Saison zurück. Die Lieferungen von geschälten Walnüssen stagnierten. Der Frühling hält für die Erzeuger einige Herausforderungen bereit.
Nüsse
22.10.2026
ROM. Die italienische Edelkastanienernte fällt wegen der sommerlichen Trockenheit kleiner aus, überzeugt aber mit guter Qualität. Ungewöhnlich hohe Temperaturen beeinflussen den Reifeverlauf und könnten die Saison verlängern. Deutschlands Importe in der Saison 2025/26 sind deutlich gestiegen.
Nüsse
22.10.2026
ORDU. Die Qualität ist bei Haselnüssen in der Türkei ein weit verbreitetes Problem. Die Preise schwanken, und auch die Exporte könnten besser laufen.
Trockenfrüchte
22.10.2026
SANTIAGO. In Chile entwickeln sich die Pflaumenbäume positiv, das Bild ist einheitlicher als im vergangenen Jahr. China stellt Chile vor neue Herausforderungen.