Gojibeeren: Preise rasant gestiegen
11. August 2025 um 16:34 ,
Der AUDITOR
Ernte verzögert sich um zwei Wochen
Wie von den Marktteilnehmer bereits befürchtet, hat sich die Gojibeerenernte in allen wichtigen Anbauregionen Chinas um etwa 15 Tage nach hinten verschoben; Grund dafür sind die ungewöhnlich niedrigen Temperaturen zwischen Januar und Juni. Die Erzeuger geben jedoch an, dass die Sträucher sich einem guten Zustand befinden und die Beeren durchschnittlich gut wachsen, ähnlich wie in den letzten Jahren. In der Region Qinghai sind die Farmer allerdings weiterhin besorgt, denn sollte sich der erste Frost in diesem Jahr nicht verzögern, könnte aufgrund des knappen Zeitfensters eine Ernterunde verloren gehen.
Weitere Preissteigerungen in Aussicht
Gojibeeren der alten Ernte sind mittlerweile so gut wie nicht mehr verfügbar, sodass der Fokus komplett auf der Ernte 2025 liegt. Insbesondere die exportfähige Ware der 2024er Ernte ist vollständig ausverkauft. Die Preise für die neue Ernte liegen vergleichsweise sehr hoch; nachdem sie bereits im Juni gestiegen waren, haben sie im Juli noch einmal ordentlich zugelegt. Die Marktexperten von East Dawn Food gehen davon aus, dass sich die hohen Preise das ganze Jahr über halten und bis Ende November vermutlich sogar noch einmal zulegen werden. Konventionelle Gojibeeren, 500 St./100 g der neuen Ernte lagen zuletzt bei 7.040 USD/mt CFR Hamburg.
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Gojibeeren, China, Ernte 2025 |
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Größe/Qualität |
USD/mt |
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konventionell, 500 St./100 g |
7.040 |
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konventionell, 380 St./100 g |
7.400 |
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Bio, 280 St./100 g |
9.130 |
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Bio, 380 St./100 g |
8.550 |
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CFR Hamburg |
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Mögliche Verluste für Verarbeiter
Viele Händler und Produzenten im In- und Ausland haben derzeit keine Lagerbestände. Das bringt einige Verarbeiter in die Bredouille, denn sie hatten im letzten Jahr Jahresverträge abgeschlossen, sich aber nicht frühzeitig ausreichend Ware gesichert und werden nun gezwungen sein, während der neuen Ernte mit Verlust nachzuliefern. Die spekulativen Käufe dürften zunehmen, denn vor allem die Händler, die von ihren Hamsterkäufen im letzten Jahr profitiert haben, dürften diese Strategie nun weiterverfolgen. Das verschärft die Preisvolatilität.
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