Getrocknete Pflaumen: Früher Start in die Saison

19. Januar 2026 um 16:01 , Der AUDITOR
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SANTIAGO. Marktexperten rechnen für die chilenische Pflaumensaison 2026 mit einem etwas früheren Erntestart. Zudem sei mit einem leichten Produktionsanstieg zu rechnen.

Chile bleibt führender Trockenpflaumenproduzent

Im März findet die EXPO Ciruelas Secas 2026 statt. Zu den nationalen Referenten zählt Juan Pablo Sotomayor, technischer Leiter bei Frutexsa und einer der ausgewiesenen Experten für das Trockenpflaumengeschäft in Chile und weltweit.

Chile ist nach wie vor der weltweit führende Produzent und Exporteur von getrockneten Pflaumen, so Sotomayor in einem aktuellen Bericht von Chileprunes. Im Jahr 2025 belief sich die gesamte Pflaumenproduktion des Landes auf 114.000 mt. Für 2026 wird ein Produktionsanstieg von rund 4-5% erwartet.

Während Chile seine Produktion weiter steigert, ist in anderen wichtigen Ursprungsländern ein gegenteiliger Trend zu beobachten. In Argentinien geht die Erzeugung zurück. Auch die Ernten in Kalifornien und Frankreich fielen im August 2025 niedriger aus als in den Vorjahren, so Sotomayor. Für China liegen derzeit keine offiziellen Zahlen vor, obwohl bekannt ist, dass die Anbauflächen dort in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet wurden. 

Früher Erntestart

Sotomayor weist zudem darauf hin, dass die diesjährige Saison etwa fünf Tage früher als üblich in die Reifephase eintritt. Die Ernte soll daher bereits in der ersten Februarwoche beginnen können. Dieser frühe Saisonstart ist charakteristisch für nahezu alle chilenischen Früchte. So konnten beispielsweise auch bei Kirschen und Pfirsiche in dieser Saison früher mit der Ernte begonnen werden. 

Leichte Preiserhöhung zum Saisonende

Chilenische Trockenpflaumen, Elliott werden im europäischen Spotmarkt aktuell auf einem Niveau von 2,91 EUR/kg FCA Polen angeboten, das entspricht einer leichten Aufwärtsbewegung gegenüber den vergangenen Monaten. Die Sorte Ashlock ist derweil zu Preisen von 3,62 EUR/kg FCA zu bekommen. 

Getrocknete Pflaumen, Chile

Sorte

EUR/kg

Ashlock

3,62

Elliott

2,91

FCA Polen, 10 kg Karton

58% der EU-Importe stammen aus Chile

Die deutschen Importe von Trockenpflaumen sind im Zeitraum Januar bis Oktober 2025 deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 8.722 mt eingeführt, was einem Zuwachs von 53,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Mit 4.760 mt stammen weit mehr als die Hälfte der Lieferungen aus Chile, es folgen die USA (21,2%), Frankreich (5,8%) und die Türkei (3,7%).

Laut den vorläufigen Daten der Europäischen Kommission importierten EU-Länder im Jahr 2025 insgesamt 39.215 mt getrocknete Pflaumen im Wert von 131,212 Mio. EUR aus Drittstaaten, der durchschnittliche Importpreis käme somit auf 3,34 EUR/kg. Auch hier liegen Chile (22.842 mt) und die USA (3.659 mt) an der Spitze der Lieferanten, gefolgt von Argentinien (3.565 mt), Moldawien (3.297 mt) und Serbien (2.536 mt). Die Hauptabnehmerländer in der EU sind derweil Deutschland (8.580 mt), Spanien (5.5650 mt) und Italien (4.750 mt). 

Import Trockenpflaumen nach Deutschland in mt

Ursprung

2024

2025

Diff.

Chile

3.058

4.760

55,7%

USA

1.019

1.849

81,5%

Frankreich

449

508

13,1%

Türkei

104

327

214,4%

Polen

81

253

212,3%

Usbekistan

108

165

52,8%

Bulgarien

114

163

43,0%

Serbien

367

130

-64,6%

Argentinien

155

124

-20,0%

Moldawien

3

116

3.766,7%

Andere

227

327

44,1%

Gesamt

5.685

8.722

53,4%

Quelle: Statistisches Bundesamt / Jan-Okt

08132000 Pflaumen, getrocknet

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