Getrocknete Pflaumen: Frankreich erlebt erneuten Dämpfer
18. Mai 2022 um 11:25 ,
Der AUDITOR
Ernten 2023 bereits berücksichtigt
Vergangene Woche wurden während des 39. World Nut and Dried Fruit Congress in Dubai auch die Produktionsschätzungen für die weltweite Trockenpflaumenproduktion besprochen. Laut den veröffentlichten Daten wird zwar in der Saison 2022/2023 ein Produktionsplus von 5,8% auf 175.000 mt prognostiziert, allerdings beziehen sich die Schätzungen für Länder auf der Südhalbkugel auf die Ernten Anfang 2023. Hier ist daher noch alles offen und die Erwartungen für Länder wie Chile und Argentinien fallen deutlich besser aus.
Tatsächlich stehen aus der Ernte 2022 lediglich jeweils 57.510 mt chilenische und 13.500 mt argentinische Trockenpflaumen zur Verfügung. Damit dürfte die Angebotssituation auch in den kommenden Monaten weiter angespannt bleiben. Denn weitere wichtige Produktionsländer wie Frankreich erwarten in diesem Jahr aufgrund von Frostschäden einen erneuten Produktionsrückgang auf etwa 15.000 mt, während die Produktion im Jahr 2020 noch bei 38.790 mt lag.
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Produktion Trockenpflaumen in mt |
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Land |
2021/22 |
2022/23 |
Diff. |
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USA |
68.000 |
68.000 |
0,0% |
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Chile |
57.510 |
65.000 |
13,0% |
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Frankreich |
16.400 |
15.000 |
-8,5% |
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Argentinien |
13.500 |
18.000 |
33,3% |
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Serbien |
6.000 |
5.000 |
-16,7% |
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Australien |
2.300 |
2.000 |
-13,0% |
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Italien |
964 |
1.200 |
24,5% |
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Südafrika |
800 |
800 |
0,0% |
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Gesamt |
165.474 |
175.000 |
5,8% |
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Quelle: INC, Mai 2022 |
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Angebot ist rar
Entsprechend limitiert ist das Angebot an Trockenpflaumen derzeit in europäischen Spotmarkt. Frei verfügbare Positionen sind Mangelware, weshalb kaum noch Preise abgegeben werden. In Anbetracht des geringeren Angebots, und der steigenden Preise für andere in Trockenfruchtmischungen gängigen Früchten wie Aprikosen, gibt es zudem immer weniger Möglichkeiten der Substitution. Eine Entspannung der Situation ist vorerst nicht zu erwarten.
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