Getrocknete Pflaumen: Chiles Halbjahresexporte um 13% gesunken

27. Juli 2026 um 11:38 , Der AUDITOR
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SANTIAGO/BRÜSSEL. Chilenische Trockenpflaumenlieferanten verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 rückläufige Exporte. Die Aussichten für das zweite Halbjahr bleiben dennoch positiv. Neben China gehört Europa zu den wichtigsten Absatzmärkten.

Experten bleiben zuversichtlich

Trotz optimistischer Marktstimmung liegen Chiles Trockenpflaumenexporte aktuell hinter dem Vorjahresergebnis. Nach dem Ende der Trocknungsperiode legten die Ausfuhren ab Mai – und insbesondere im Juni – spürbar zu. Mit 10.623 mt Trockenpflaumen im Wert von 36,6 Mio. USD wurden allein im letzten Monat des ersten Halbjahres 2026 mehr als ein Drittel der Exporte verzeichnet. Die Chileprunes Association wertet dies in ihrem aktuellen Bericht als Zeichen für gute Exporte während des zweiten Halbjahres.

Insgesamt wurden zwischen Januar und Juni 29.704 mt Trockenpflaumen im Wert von 107 Mio. USD aus Chile exportiert, im ersten Halbjahr 2025 waren es hingegen bereits 34.069 mt im Wert von 110 Mio. USD. Hauptabnehmer war China, gefolgt von Polen (13,9 Mio. USD) und Mexiko (10,9 Mio. USD). Die drei Länder importierten im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 43% der Gesamtlieferungen Chiles. Europa kann sich in diesem Jahr wieder als einer der wichtigsten Absatzmärkte behaupten. Neben Polen schaffen es noch fünf weitere europäische Länder unter die Top 10 Abnehmer chilenischer Trockenpflaumen, darunter Spanien (8,9 Mio. USD), Deutschland (6,7 Mio. USD) und Italien (5,4 Mio. USD). 

Höhere EU-Importe aus Chile und den USA

Im ersten Halbjahr 2026 gingen die Trockenpflaumenimporte in die EU deutlich zurück. Vom 01.01. bis zum 19.07.2026 importierten EU-Länder insgesamt 18.202 mt getrocknete Pflaumen (-11,4% ggü. Vj.) im Wert von 67,005 Mio. EUR (+0,6% ggü. Vj.) aus Drittstaaten. Der durchschnittliche Importpreis lag in diesem Zeitraum mit 3,68 EUR/kg deutlich über dem des Vorjahres (3,24 EUR/kg).

Die Lieferungen aus Chile sind im Jahresvergleich um 6% auf 11.228 mt gestiegen und machen rund 62% der Gesamtimporte aus. Auch die Einfuhr aus den USA und Moldawien legte zu, während wiederum die Importe aus Argentinien, Usbekistan und Serbien weit unter denen des Vorjahreszeitraums lagen.

Hauptabnehmer innerhalb der EU war Polen, das Land importierte im oben genannten Zeitraum rund 3.800 mt getrocknete Pflaumen (+83%) und auch die Lieferungen nach Italien legten in im Jahresvergleich um 15% auf 2.630 mt zu. Rückläufig waren hingegen die Einfuhren nach Deutschland (-31% auf 2.740 mt), Spanien (-5% auf 2.530 mt) und in die Niederlande (-6% auf 1.540 mt).

Im europäischen Spotmarkt werden chilenische Trockenpflaumen der Sorte Ashlock aus der neuen Ernte aktuell zu Preisen von 3,44 EUR/kg FCA Polen angeboten, Mitte Juli lagen die Notierungen noch bei 3,60 EUR/kg. 

EU-Import Trockenpflaumen in mt

Partner

2025

2026

Diff.

Chile

10.634

11.228

5,6%

USA

1.981

2.111

6,6%

Moldawien

1.779

1.795

0,9%

Argentinien

1.840

1.198

-34,9%

Usbekistan

1.164

763

-34,5%

Serbien

1.861

599

-67,8%

Andere

1.286

508

-60,5%

Gesamt

20.545

18.202

-11,4%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-19.07.

08132000 Pflaumen, getrocknet

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