Getrocknete Pflaumen: Chiles Ernte nur halb so groß wie erhofft

26. Mai 2021 um 09:50 , Der AUDITOR
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SANTIAGO/SACRAMENTO. Den Marktteilnehmern auf dem Trockenpflaumenmarkt steht eine harte Saison bevor. Fast alle Anbauländer haben mit massiven Ernteverlusten zu kämpfen und es gibt praktisch keine Angebote.

Wetterverhältnisse verhindern ordnungsgemäße Trocknung

Der Trockenpflaumenmarkt sieht sich in dieser Saison mit massiven Herausforderungen konfrontiert. Vor allem in Chile, dem wichtigsten Produktionsland für Importe in die EU, kämpfen die Produzenten mit einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten. Einige Marktteilnehmer berichten, dass die dortige Ernte nur halb so groß ausgefallen ist wie erwartet, was vor allem an den viel zu nassen Wetterverhältnissen während der Trocknungsphase lag. Die starken Regenfälle hatten es fast unmöglich gemacht, die Früchte unter das übliche Maximum von 32% zu trocknen. Ähnliche Schwierigkeiten zeigen sich bei den Ernten in Kalifornien und Argentinien, die ebenfalls deutlich kleiner ausgefallen sind als erhofft. Und die Aussichten in Europa sind nicht besser; in Frankreich hatten außergewöhnliche Spätfröste im April die neue Ernte stark beschädigt.

Preise sollen sich verdoppelt haben

Wie die Experten von catz.nl berichten, führen diese Umstände bei allen Produzenten zu den gleichen Ergebnissen: Fast alle Anbieter halten sich mit Angeboten zurück, es gibt kaum Preisindikationen und vor allem chilenische Produzenten haben bereits mitgeteilt, in dieser Saison nur ihre Stammkunden mit Ware versorgen zu können. Während sich die Preise für entsteinte Trockenpflaumen aus den USA noch vor einem Monat bei 3,30 EUR/kg FCA Spanien bewegt haben, sollen sie sich in den vergangenen Wochen verdoppelt haben – an offiziellen Preisinformationen mangelt es. Ähnlich dürften sich die Preise für Trockenpflaumen anderer Ursprünge entwickeln, denn neben den kleineren Ernten in den wichtigen Anbauländern wird die Situation noch einmal durch den pandemiebedingten Containermangel verkompliziert, der Lieferungen zum einen teurer macht und zum anderen noch einmal deutlich verzögert.

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