Getrocknete Cranberries: Mögliche Qualitätsmängel in Nordamerika
31. März 2026 um 10:45 ,
Der AUDITOR
Zu weich und zu klein
Die Lage auf dem internationalen Cranberrymarkt zeigt sich angespannt. In seinem jüngsten Bericht gibt der International Nut and Dried Fruit Council (INC) an, dass die starke Nachfrage und die unveränderten Verarbeitungskapazitäten weiterhin zu knappen Lagerbeständen führen. Aus einigen Anbaugebieten Nordamerikas werden Qualitätsmängel wie eine zu weiche Textur und kleine Früchte gemeldet. Zollbedingte Handelsverlagerungen führen außerdem dazu, dass immer mehr kanadische Tiefkühlprodukte zur Weiterverarbeitung nach China transportiert werden. Die Preise sind weitgehend fest, starke Preissteigerungen werden vorerst nicht erwartet. Aktuell bewegst sich der Preis für geschnittene Cranberries aus den USA bei etwa 4,07 EUR/kg EXW Polen.
USA bleiben wichtigster Produzent
Laut der Ernteprognosen des INC bleiben die USA das mit Abstand wichtigste Produktionsland für getrocknete Cranberries. Die Produktion soll sich in der Saison 2025/26 auf 143.900 mt belaufen, das sind gut 1% mehr als im Vorjahr. Kanada, das Platz 2 der wichtigsten Anbieter belegt, steigert seine Produktion um moderate 0,3%, während in Chile und anderen Anbauländern insgesamt satte 55,6% mehr getrocknete Cranberries als in der Saison 2024/25 produziert werden sollen. Die globale Produktionsmenge dürfte sich dem INC zufolge in der Saison 2025/26 auf 210.200 mt belaufen, das wären 3,8% mehr als im Vorjahr.
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Produktion Cranberries, getrocknet in mt |
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Land |
2024/25 |
2025/26 |
Diff. |
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USA |
142.321 |
143.900 |
1,1% |
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Kanada |
49.560 |
49.700 |
0,3% |
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Chile & Andere |
10.670 |
16.600 |
55,6% |
|
Gesamt |
202.551 |
210.200 |
3,8% |
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Quelle: INC, März 2026 |
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EU-Importe leicht rückläufig
Die EU-Importe getrockneter Cranberries seit Jahresbeginn sind gegenüber dem Vorjahrszeitraum um 1,5% auf 9.368 mt zurückgegangen. Kanada ist der wichtigste Lieferant, allerdings sind die Lieferungen in die EU hier im Zeitraum 01.01.-29.03.2026 um 5,8% geringer ausgefallen als im Vorjahr, während die USA ihre Ausfuhren in die EU um 3,5% steigern konnten. Chile belegt mit 918 mt und einer moderaten Steigerung von 0,5% den dritten Platz der größten Lieferanten für die EU.
Der größte Abnehmer innerhalb der EU sind mit großem Abstand die Niederlande, die ihre Einfuhren im oben genannten Zeitraum um 11,5% auf 6.790 mt steigern konnten. Polen importierte sogar knapp 52% mehr, während Deutschlands Importe um 60,4% auf nur noch 420 mt zurückgingen. Der durchschnittliche Importpreis lag mit 3,71 EUR/kg um 4,4% unter dem des Vorjahres, sodass der gesamte Importwert seit Jahresbeginn mit gut 34,7 Mio. EUR um 5,8% unter dem des gleichen Zeitraums 2025 liegt.
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EU-Import Cranberries in mt |
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Partner |
2025 |
2026 |
Diff. |
|
Kanada |
4.589 |
4.325 |
-5,8% |
|
USA |
3.977 |
4.116 |
3,5% |
|
Chile |
913 |
918 |
0,5% |
|
Andere |
27 |
9 |
-66,7% |
|
Gesamt |
9.506 |
9.368 |
-1,5% |
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Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-29.03. 20089391+20089393+20089399 Preiselbeeren und Moosbeeren, verarbeitet |
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