Getrocknete Aprikosen: Schätzungen für die neue Ernte

16. Juni 2020 um 11:58 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

MALATYA. Die Provinz Malatya und das Landwirtschaftsdirektorat veröffentlichten erste Schätzungen für die Aprikosenernte 2020. Unterdessen laufen die Exporte gut und die Preise steigen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit.

Kauft die TMO?

Nachdem die Apricot Crop Evaluation Commission ihre Studien für die türkische Provinz Malatya abgeschlossen hat, gab diese gemeinsam mit dem ansässigen Landwirtschaftsdirektorat ihre Ernteschätzungen für 2020 bekannt. Demzufolge werden rund 381.737 mt frische Aprikosen und 85.275 mt getrocknete Aprikosen allein in Malatya geerntet, in der gesamten Türkei beläuft sich die Trockenaprikosenernte auf 104.000 mt. Einige Marktteilnehmer schätzen allerdings, dass die Erntemengen noch höher ausfallen könnten. Die Erntesaison für die Trockenfruchtproduktion beginnt Ende Juni und bisher sind sich die Farmer und Händler einig, dass die Qualität zufriedenstellend sein wird. Mit Preisen für die neue Ernte halten sie sich bisher allerdings noch zurück, es wird jedoch vermutet, dass sie sich auf dem Niveau der aktuellen Ernte bewegen werden. Die TMO hat sich bisher noch nicht dazu geäußert, ob sie mit Aprikosenkäufen in den Markt eingreifen wird; die Entscheidung ist, neben der schwankenden türkischen Lira, ein wichtiger Faktor für die Preisbildung. Die Exporters Union hat bereits vor einigen Wochen berichtet, dass sie mit Käufen seitens der TMO rechnet. Da immer weniger Rohware aus der aktuellen Ernte auf dem Markt verfügbar ist, sind die Exportpreise im Vergleich zur Vorwoche gestiegen und liegen aktuell für Trockenaprikosen, Nr. 2 bei 3,40 USD/kg FOB Mersin.

Getrocknete Aprikosen, Türkei

Größe

USD/mt

EUR/mt

Nr. 2

3.400

3.020

Nr. 4

3.050

2.700

Nr. 6

2.850

2.525

Nr. 8

2.500

2.215

FOB Mersin, 2000 ppm

Stabile Exporte

Wie Händler berichten, liefen die Exporte in der vergangenen Woche sehr zufriedenstellend und gehen auch in dieser Woche gut weiter. Letzte Woche wurden insgesamt 1.430 mt Aprikosen und Aprikosenprodukte exportiert, in der gleichen Woche des Vorjahres waren es 745 mt. Das dürfte unter anderem an den günstigeren Preisen der letzten Wochen liegen. Die Gesamtexporte belaufen sich seit Beginn der Saison auf 89.779 mt, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 91.985 mt.

Export getrocknete Aprikosen in mt

Sorte

2019/20

2018/19

Ganz

76.571

75.957

Industrieware

7.068

9.674

Gehackt

6.140

6.354

Gesamt

89.779

91.985

Seit Saisonbeginn

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Aprikosen, getrocknet, geschwefelt, Nr. 2
Preischart für Aprikosen, getrocknet, geschwefelt, Nr. 4
Preischart für Aprikosen, getrocknet, gehackt, 5 x 8 mm
weitere Preischarts

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Aprikosen, getrocknet, geschwefelt, Nr. 2
Dateisymbol
Preischart Aprikosen, getrocknet, geschwefelt, Nr. 4

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
16.06.2026
MANILA. Obwohl die Inlandspreise nachgeben, haben die philippinischen Anbieter ihre Exportpreise für Kokosraspel noch nicht gesenkt. Faktoren wie die Schäden des starken Erdbebens und hohe Logistikkosten belasten den Markt zudem. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Wetterentwicklungen.
Trockenfrüchte
16.06.2026
MACAO/SACRAMENTO. Laut den aktuellen Daten des INC soll die weltweite Trockenpflaumenproduktion im Jahresvergleich steigen. Marktteilnehmer empfehlen dennoch die Verfügbarkeit einzelner Sorten im Auge zu behalten.
Trockenfrüchte
16.06.2026
AYDIN. Die Feigenbauern sind mit den Arbeiten für die Bestäubungsperiode beschäftigt. Bocksfeigen sind deutlich günstiger als in der Vorwoche. Das Europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) registrierte in dieser Saison mehr als etwa 200 Grenzzurückweisungsmeldung beim Trockenfeigenlieferungen aus der Türkei.
Trockenfrüchte
16.06.2026
MALATYA. Wetterbedingt verschiebt sich der Erntebeginn für einen Großteil der türkischen Aprikosenerzeuger um einige Tage nach hinten. Die Ertragsschätzungen laufen noch, erste Zahlen kursieren jedoch bereits im Markt. Die Exporte liegen weit hinter denen des Vorjahres.