Sonstige Themen - Umfragen und Studien

FoodService-Branche profitiert vom Urlaub in Deutschland

14. Juli 2020 07:31, Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

FRANKFURT/NÜRNBERG. Die FoodService-Branche holt wieder auf und zeigt erfreuliche Trends bereits Ende Juni. Dabei profitieren Bäckereien, Eisdielen und Cafés von den Lockerungen beim Lockdown und der etwas anderen Urlaubssaison in diesem Jahr als sonst. Mehr dazu im Beitrag.

Die FoodService-Branche scheint sich nach den Lockerungen beim Lockdown wegen Corona in Deutschland und bei unseren Nachbarländern spürbar zu erholen. Wieder gestiegene Kundenzahlen in Bäckereien, Metzgereien und Cafés seit Ende Juni zeigen eine erfreuliche Tendenz, die sich unterstützt durch die Sommerferienzeit im Juli sich weiter fortsetzen sollte. Denn viele Deutsche verbringen ihren Sommerurlaub dieses Jahr im Inland und in benachbarten EU-Ländern. Von gut ausgebuchten Hotels, Restaurants und deutlich mehr Betrieb in Bäckereinen mit Cafés und Bistros war zu höhen und sehen. Dies war am letzten Wochenende beispielsweise am Chiemsee kaum mehr zu übersehen.

Quickservice-Branche und Retail-Gastro-Hybride holen wieder spürbar auf
Laut Erhebungen der Marktforscher der npdgroup in Nürnberg erwirtschaften Quickservice-Branche und Retail-Gastro-Hybride (Foodservice beim Bäcker, Metzger und LEH) mittlerweile wieder 70 bis 75 % ihres Vor-Krisen-Umsatzes. Fullservice-Betriebe und Cafés erzielen wieder bis zu 60 % des Umsatzes, hieß es. Augenfällig ist dabei, dass Betriebe mit Außengastronomie deutlich besser abschneiden. Outdoor-Plätze sind viel beliebter als der Indoor-Bereich. Das bedeutet auch, das Wetter ist wieder entscheidender Faktor für gute Umsätze. Die finalen Zahlen der npdgroup zeigen, dass die Ausgaben in der deutschen Foodservice-Branche im Mai um 53 % niedriger waren als Mai 2019. Fullservice-Leister und Freizeit-Gastronomie machten 65 %, Quickservice und Retail-Gastro-Hybride 27 % weniger Umsatz als im Vorjahr.

Drive-Schalter und Lieferservice sind Krisengewinner
Krisengewinner waren Lieferdienste und Drive-Schalter, die ihr Geschäft auf Distancing, Hygiene und bargeldlose Zahlung abgestellt hatten. Kaum Erholung zeichnet sich in den Segmenten Workplace und Education ab, solange Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nicht aus dem Homeoffice zurückholen, Universitäten, Schulen und Kitas nicht in den Regelbetrieb zurückkehren. Die Maskenpflicht und das Hinterlassen von persönlichen Adressen und Telefonnummer hält Gäste jedenfalls nicht mehr vom Restaurant- und Café-Besuch ab, hieß es. Dies ist für die FoodService-Branche eine gute Erfahrung und Nachricht. Ganz sicher hängt die Entwickelung im Einzelunternehmen und in der Filiale vom Standort ab.

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Umfragen und Studien
11.11.2021
BERLIN. Nach den Corona-Lockdowns über letzte Weihnachten wünscht sich der Handel einen besseren Umsatzverlauf zum Weihnachtsgeschäft 2021. Wie die Perspektiven dafür sind, welche Faktoren dabei eine wichtige Rolle spielen, das hat der Handelsverband Deutschland (HDE) genauer analysiert.
Umfragen und Studien
10.11.2021
MÜNCHEN. Das Weihnachtsgeschäft steht unmittelbar bevor. Doch der Einzelhandel klagt über Lieferengpässe, die durch Pandemie, Lieferkettenprobleme und Fachkräftemangel zurückzuführen sind.
Umfragen und Studien
12.02.2021
BERLIN: Der HDE kritisiert das Fehlen einer sicheren und fairen Öffnungsstrategie zum Wiederhochfahren der Wirtschaft. Laut HDE verlieren Händler im Lockdown rund 700 Mio. Euro pro geschlossenem Verkaufstag. Die Corona-Beschlüsse der Regierung werden der Realität im Einzelhandel nicht gerecht, mahnt der Handelsverband.
Umfragen und Studien
25.01.2021
VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Die repräsentative Studie "Zukunft Gesundheit 2020" der Krankenkasse vivida bkk und der Stiftung "Die Gesundarbeiter", für die mehr als 1.000 junge Erwachsene zwischen 14 und 34 Jahren befragt wurden, zeigt erstaunliche Ergebnisse bezüglich der Ernährungsgewohnheiten und den Umgang mit Lebensmitteln betreffend.