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Erdnüsse: Schneefall überrascht Farmer in Argentinien

21. Juni 2021 um 11:56 , Der AUDITOR
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BUENOS AIRES. Die argentinischen Erdnussbauern staunten nicht schlecht, als sie von Schnee in den Anbaugebieten um Córdoba überrascht wurden. Da hier zurzeit die Erntephase läuft, bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dieses Wetterphänomen haben wird.

Der erste Schnee seit 14 Jahren

In Argentinien ist die Erdnussernte seit April in vollem Gange. Eine ganz besondere Überraschung hielt das Wetter dabei nun für die Farmer bereit: Zum ersten Mal seit 14 Jahren kam es in den Anbaugebieten in der Provinz Córdoba zu Schneefällen. Das berichten verschiedene argentinische Medien wie La Prensa Latina Media und auch in den sozialen Medien finden sich zahlreiche Fotos von Privatpersonen. Der offizielle argentinische Wetterdienst spricht dabei von Temperaturen zwischen -2°C und 13°C, die sich noch einige Tage in diesem Rahmen bewegen könnten. Grund zur Sorge besteht dabei nach Angaben der Experten von Cornhouse vorerst nicht. Die mit ihnen kooperierenden argentinischen Farmer geben an, dass die Schneefälle nur leicht seien und die Erdnüsse in den entsprechenden Anbaugebieten bereits vor einem Monat ausgegraben wurden und deshalb trocken genug sein sollten, um Qualitätsprobleme zu umgehen. Allerdings besteht die Möglichkeit der Beschädigung einiger Kerne, besonders bei Erdnüssen mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt – um hier das Ausmaß abschätzen zu können, ist es allerdings zu früh.

Probleme mit Schädlingsbefall

Insgesamt hatten sich die Wetterbedingungen für die aktuelle Erdnussernte in Argentinien bisher positiv gezeigt, mit ausreichenden Regenfällen im März, was wichtig für die Kernentwicklung ist. Wie Argentina Peanuts im aktuellen Erntebericht darlegt, wurde die Anbaufläche im Vergleich zur Vorsaison um rund 10% vergrößert und liegt aktuell bei knapp 385.600 ha. Dabei wird allerdings mit einem rund 18% geringeren Ertrag gerechnet; dieser soll diese Saison bei 2,36 mt/ha (geschält) liegen, in der Vorsaison waren es 2,78 mt/ha. Experten gehen deshalb davon aus, dass die Menge für den Exportmarkt sich auf knapp 623.620 mt belaufen sollte. Eine erhebliche Schwierigkeit in dieser Saison stellte der Befall mit dem Schädling Sclerotinia sclerotiorum dar, einer pilzlichen Erkrankung, die sowohl die Pflanzen bereits im Bestand infiziert als auch noch bei der Ware in den Lagern auftreten kann. Das große Problem dabei ist, dass es kein adäquates Mittel zur Bekämpfung gibt, sobald die Pflanze einmal befallen ist.

Die Erdnusspreise auf dem europäischen Spotmarkt halten sich zurzeit stabil mit nur leichten Veränderungen. So kosten geschälte Runner-Erdnüsse, 38/42, Ursprung Argentinien aktuell 1,37 EUR/kg FCA Spanien.

Erdnusspreise

Größe, Ursprung

EUR/kg

Runner, geschält, 38/42, Argentinien

1,37

Blanchiert, 38/42, Argentinien

1,80

Red Skin, 60/70, China

1,90

Runner, blanchiert, 38/42, USA

1,80

Blanchiert, 25/29, USA

1,90

FCA Spanien

Weitere Informationen:
- Preischart Erdnüsse, mit Haut, 40/50, Bold, Indien
- Preischart Erdnüsse, mit Haut, 50/60, Java, Indien
- weitere Preischarts

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