Datteln: Exporteure erleiden schwere Verluste

16. April 2020 um 11:51 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

TEHERAN. Bis zu 500.000 mt Datteln befinden sich derzeit in iranischen Lagerhäusern. Wenn diese Mengen nicht bald verkauft werden, wird der Markt in Schwierigkeiten geraten. Das Problem ist, dass die Regierung Exportzölle in Erwägung zieht.

Diese Zölle wurden im vergangenen Jahr im Vorfeld des Ramadan eingeführt, um zu verhindern, dass die Preise auf dem Inlandsmarkt bei steigendem Verbrauch in die Höhe schnellen. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass in diesem Jahr reichlich Vorräte zur Verfügung stehen, und die Händler versuchen verzweifelt, die Regierung von der Erhebung der Ausfuhrzölle abzuhalten.

Liquidität stellt ein Problem dar

Aufgrund der mit dem Coronavirus verbundenen Einschränkungen und Stillstände bei den Lieferungen haben die Exporteure bereits schwere Verluste erlitten. Einige Frachtcontainer warten bereits seit zwei Monaten an der Küste auf die Ankunft von Schiffen. Das Problem ist, dass die Datteln bald schlecht werden. Obwohl es anderen Exportlieferungen gelang, die Bestimmungshäfen zu erreichen, mussten Gesundheitskontrollen und Desinfektionen mit hohen Kosten für die Exporteure durchgeführt werden. Wegen der Grenzschließungen mussten zudem viele Lastwagen warten, was zu erheblichen finanziellen Schäden führte. Da viele Geldtransfer-Kanäle geschlossen sind, haben zahlreiche Lieferanten noch keine Zahlungen erhalten. Die Liquidität auf dem Exportmarkt ist knapp. Die Lieferprobleme haben in den letzten zwei Wochen zu einem Preisanstieg von 5,8%-6,8% geführt, da der Mangel an Mazafati-Datteln auf dem Exportmarkt die internationale Nachfrage in die Höhe getrieben hat. Darüber hinaus hat der Ramadan zu einem Anstieg der Inlandsnachfrage geführt.

Mazafati-Datteln, Iran

Qualität

EUR/kg

Grade A

1,09

Grade B

0,94

Premium-Qualität

1,18

FOB Iran

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
- Preischart Mazafati-Datteln, getrocknet, Grade A
- Preischart Mazafati-Datteln, getrocknet, Grade B
- weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
07.10.2026
MANILA/HANOI. Die Preise für Kokosraspel auf den Philippinen bleiben stabil, während Kokosöl international erneut günstiger wird. El Niño könnte die Versorgung mit Kokosprodukten und damit die Preise 2027 merklich beeinflussen. Vietnams Kokosexporte in die USA legten im Jahresvergleich deutlich zu.
Trockenfrüchte
06.10.2026
AYDIN. Die erste Woche der Exportsaison wies ein gutes Ausfuhrvolumen aus. Die Lieferungen sollen in den kommenden Wochen weiter anziehen. Die Preisentwicklung ist dagegen etwas unklar.
Trockenfrüchte
06.10.2026
MALATYA. Die türkischen Trockenaprikosenexporte liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erzeuger warten weiterhin auf mögliche Ankäufe durch TMO. Die Preise zeigen sich unterdessen weitgehend stabil.
Trockenfrüchte
06.10.2026
MANISA. Ein höherer Rohwareneinsatz sorgt dafür, dass sich die üppigeren Erträge dieser Saison nicht eins zu eins auf die Sultaninenproduktion umlegen lassen. Die Bauern bleiben unzufrieden mit den Rohwarenpreisen. Die Exporte laufen gut.