Nüsse

Cashews: Sorge um Qualität der Ernte

30. März 2022 11:59, Der AUDITOR
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REUS/HANOI. Der INC rechnet für die Saison 2021/22 mit einer größeren Produktionsmenge als im Vorjahr, zeigt sich allerdings zeitgleich besorgt über die Qualität der Ware. Unsachgemäße Lagerung und widrige Witterungsbedingungen könnten sich hier negativ auswirken.

Hohe Produktionssteigerung in Kambodscha

Die aktuellen Produktionsschätzungen des International Nut and Dried Fruit Council (INC) sehen für die Saison durchaus positiv aus. Sie belaufen sich auf 4,11 Mio. mt rohe Cashewnüsse, was einer Steigerung von 5,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die beiden wichtigsten Produktionsländer, die Elfenbeinküste und Indien, können ihre Erntemenge dabei um 11,1% bzw. 6,8% steigern, während Vietnam voraussichtlich einen Rückgang von 11,1% zu verzeichnen hat. Den INC-Angaben zufolge kann sich Kambodscha indes über eine Produktionssteigerung von satten 57,9% freuen.

Produktion Cashews (Rohware) in mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

Elfenbeinküste

900.000

1.000.000

11,1%

Indien

691.000

738.000

6,8%

Vietnam

450.000

400.000

-11,1%

Kambodscha

190.000

300.000

57,9%

Nigeria

260.000

240.000

-7,7%

Benin

220.000

240.000

9,1%

Tansania

220.000

220.000

0,0%

Guinea-Bissau

180.000

180.000

0,0%

Ghana

170.000

180.000

5,9%

Brasilien

135.000

135.000

0,0%

Indonesien

115.000

115.000

0,0%

Burkina Faso

100.000

100.000

0,0%

Mosambik

55.000

65.000

18,2%

Guinea Conakry

60.000

60.000

0,0%

Senegal

35.000

35.000

0,0%

Togo

20.000

20.000

0,0%

Gambia

15.000

15.000

0,0%

Mali

7.000

7.000

0,0%

Kenia

6.000

6.000

0,0%

Andere

54.000

54.000

0,0%

Gesamt

3.883.000

4.110.000

5,8%

Quelle: INC, März 2022

Qualität könnte zum Hindernis werden

Ein Problem könnte die Qualität der Ernten in dieser Saison darstellen. In Tansania war es nach Angaben des INC zu Ernteverzögerungen gekommen, und die unzureichenden und teils unsachgemäßen Lagerungsbedingungen könnten dazu führen, dass die Ware die Käufer letztlich nicht überzeugen kann. Die Anbaugebiete in Südostasien hatten indes mit starken Regenfällen zu kämpfen, die ebenfalls ihre Spuren in den Cashewplantagen hinterlassen haben. Besser sieht es aktuell hingegen in Westafrika und Indien aus.

Die Nachfrage nach Cashewkernen ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr sowohl in den USA als auch in der EU gestiegen. Der INC deutet das als klaren Indikator dafür, dass stetig neue Verbraucher hinzukommen, die Cashews als gesundes Lebensmittel erkennen und vermehrt konsumieren. Auch in China hat das Kaufinteresse zugenommen, was besonders um das chinesische Neujahrsfest herum deutlich wurde. Ein Problem, mit dem sowohl die afrikanischen als auch die asiatischen Exporteure weiterhin zu kämpfen haben, sind die anhaltenden logistischen Hürden. Die coronabedingten Überlastungen an den Häfen, der Containermangel und hohe Frachtpreise sorgen für Verzögerungen und Unzufriedenheit bei den Käufern. Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt liegen unverändert zur Vorwoche bei 6,70 EUR/kg FCA Spanien für Cashewkerne, WW320, Ursprung Vietnam.

Cashewkerne, Vietnam

Sorte

EUR/kg

USD/kg

WW320

6,70

7,45

WW240

7,30

8,12

WW210

8,40

9,34

WW180

8,95

9,96

FCA Spanien

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
allgemeine Preischarts

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