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Cashews: Der Phönix aus der Asche

16. November 2022 um 11:31 , Der AUDITOR
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HANOI/PHNOM PENH. Nachdem Kambodscha seine Anbaufläche aufgrund diverser Schwierigkeiten vor nicht einmal zehn Jahren massiv verkleinert hatte, hat sich die Situation nun mit Vietnams Hilfe gewandelt. Vietnam selbst profitiert von dieser Situation ebenfalls in großem Ausmaß.

Nähe bietet Vorteile

Im Jahr 2017 gab die vietnamesische Wirtschaftsdelegation unter der der Leitung von Nguyen Duc Thanh, dem damaligen Vorsitzenden der Vietnam Cashew Association (Vinacas), erstmals bekannt, den Handel mit Kambodscha massiv fördern zu wollen. Rückblickend äußert sich Nguyen gegenüber Vinacas folgendermaßen: „Noch 2014 verkaufte Kambodscha nur etwa 30% der dortigen Cashewnuss-Produktion nach Vietnam. Obwohl die Qualität relativ gut war, war die Produktion von kambodschanischen Cashews zu dieser Zeit nicht hoch, so dass die Hauptlieferanten für rohe Cashewnüsse für vietnamesische Abnehmer immer noch afrikanische Länder waren. Für vietnamesische Unternehmen besteht jedoch ein großes Risiko bezüglich der Transaktionen und der Transportentfernung von Afrika nach Vietnam. Unsere damalige Ausrichtung war, Rohstoffe vermehrt aus Kambodscha zu beziehen, das nahe an der Grenze lag und leichter zu bezahlen war.“

Deutlicher Fortschritt in Kambodscha

Zu dieser Zeit lag die kambodschanische Anbaufläche bei etwa 300.000 ha, aufgrund instabiler Rohwarenpreise und einer mangelhaften Organisation wurde sie bald darauf hin allerdings auf nur noch etwa 100.000 mt reduziert. Hier kam Vinacas ins Spiel, das nach wie vor darauf bedacht war, einen Großteil seiner Rohstoffe aus dem Nachbarland zu beziehen. Den kambodschanischen Erzeugern wurde Unterstützung bei der Auswahl der Sorten, den Anbautechniken sowie der Ernte und der Konservierung zuteil, sodass die Gewinne für die teilnehmenden Landwirte stiegen. Durch die gemeinsame Anstrengung beider Länder war bald darauf das Ziel erreicht, eine Anbaufläche von 1 Mio. ha zu bewirtschaften. Das Ergebnis davon kann sich ebenfalls sehen lassen: Wie Vinacas in Bezug auf das Zollamt berichtet, sollen im Jahr 2021 bereits 1 Mio. mt rohe Cashewnüsse von Kambodscha nach Vietnam exportiert worden sein. Wird dieser Kurs beibehalten, so könnte Kambodscha Vinacas zufolge bald die Elfenbeinküste als größten Produzenten roher Cashewnüsse übertreffen und zum weltweit wichtigsten Lieferanten avancieren.

Die Preise für vietnamesische Cashewkerne haben auf dem europäischen Spotmarkt im Vergleich zu letzter Woche leicht nachgegeben. Cashews, LBW320 kosten aktuell 5,55 EUR/kg FCA Spanien.

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