Nüsse

Cashews: Exportrückgang im ersten Quartal

13. April 2022 um 12:10 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

HANOI. Die aktuellen Statistiken des vietnamesischen Zollamtes belegen, dass die Cashewexporte des Landes im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowohl im Volumen als auch im Wert gesunken sind. Auch die März-Ausfuhren sind zurückgegangen.

Einige Schlüsselmärkte haben Einfuhren zurückgefahren

Wie das vietnamesische Zollamt bekanntgab, exportierte Vietnam im März 2022 rund 40.000 mt Cashewkerne im Wert von 241 Mio. USD. Das entspricht einem Volumenrückgang von 11% und einem Wertrückgang von 9% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Gesamtexporte im ersten Quartal dieses Jahres liegen bei 105.000 mt im Wert von 630 Mio. USD – hier sind die Rückgänge von 6,7% im Volumen und 5% im Wert nicht ganz so hoch, aber dennoch spürbar. Die Vietnam Cashew Association (Vinacas) erklärt, dass die Exporte von W320-Cashews in die USA, nach Deutschland, Großbritannien und Frankreich zwar weiter steigen, weitere wichtige Schlüsselmärkte wie die Niederlande, Italien, China und Russland ihre Importe vietnamesischer Cashews allerdings zurückgefahren haben.

Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt halten sich vorerst stabil und liegen für Cashews, WW320 unverändert bei 6,70 EUR/kg FCA Spanien.

Cashewkerne, Vietnam

Sorte

EUR/kg

USD/kg

WW320

6,70

7,25

WW240

7,30

7,90

WW210

8,40

9,10

WW180

8,95

9,96

FCA Spanien

EU-Importe leicht gestiegen

Die EU-Cashewimporte konnten 2021 im Vergleich zum Vorjahr leicht zulegen und beliefen sich auf 155.847 mt. Der wichtigste Lieferant bleibt mit großem Abstand Vietnam, das mit gut 120.000 mt mehr als zehnmal so viel wie Indien in die EU liefern konnte. Massive Steigerungen von 134% bzw. 110% konnten die Elfenbeinküste und Indonesien mit ihren Lieferungen in die EU erzielen, während Indien, Brasilien und Großbritannien herbe Verluste einstecken mussten.

Import Cashews* in EU aus Drittland in mt

Land

2020

2021

Diff.

Vietnam

110.735

120.463

8,8%

Indien

16.487

11.341

-31,2%

Elfenbeinküste

3.425

8.006

133,8%

Brasilien

6.284

3.728

-40,7%

Burkina Faso

2.081

2.615

25,7%

Indonesien

936

1.961

109,5%

Ghana

1.263

1.276

1,0%

Mosambik

1.261

1.191

-5,6%

Nigeria

543

986

81,6%

Großbritannien

4.786

958

-80,0%

Andere

2.836

3.322

17,1%

Gesamt

150.637

155.847

3,5%

Quelle: Europäische Kommission

*08013200 Kaschu-Nüsse, frisch oder getrocknet, ohne Schale

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
allgemeine Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
23.02.2024
TEHERAN/FRESNO. Die kalifornische Rekordjagd bei Pistazien könnte bald zu einer Angebotsschwemme führen. Bei der diesjährigen Ernte überwiegt die Vorsicht. Die iranischen Exporte in die EU haben wieder zugenommen.
Nüsse
21.02.2024
NAIROBI/KAPSTADT. Die kenianischen Marktteilnehmer profitieren bereits jetzt merklich von der Entscheidung der Regierung, das Ausfuhrverbot für unverarbeitete Macadamias vorübergehend aufzuheben. In Südafrika sind die Preise in den letzten Jahren stark gesunken.
Nüsse
21.02.2024
BRÜSSEL/SACRAMENTO. Die EU-Mandelimporte sind in dieser Saison bisher um 21% zurückgegangen. Angesichts der Auswirkungen der Klimakrise ist die Branche bestrebt, die positiven Aspekte von Mandeln zu bewerben. Die Produktionsaussichten in Kalifornien und Spanien könnten in diesem Jahr kaum unterschiedlicher sein.
Nüsse
20.02.2024
FORT WORTH/ATLANTA. Das Angebot an Pekannüssen ist knapp und die US-Exporte sind rückläufig. China hat in dieser Saison allerdings Rekordmengen gekauft.