Sultaninen: TMO trennt sich von Bestandsware

7. April 2020 um 08:48 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

MANISA. Mitte vergangener Woche begann die TMO mit dem Verkauf ihrer Sultaninenbestände. Allerdings werden die Angebotspreise von vielen Exporteuren als unattraktiv angesehen.

Exporte laufen auf Hochtouren

Seit Saisonstart wurden 164.982 mt Sultaninen und Rosinen aus der Türkei exportiert, knapp 6% weniger als letztes Jahr um diese Zeit. Berichten zufolge mussten einige Kunden allerdings Lieferverzögerungen aus China und dem Iran ausgleichen, weshalb es seit ein paar Woche vermehrt zu Spotkäufen kommt. Das sorgt dafür, dass die wöchentlichen Exportzahlen im Jahresvergleich um 23% auf 5.449 mt gestiegen sind. 

Export Sultaninen, Türkei

Saison

mt

Ø USD

Ø EUR

2019/20

164.982

2.077

1.918

2018/19

175.201

1.962

1.812

seit Saisonbeginn

TMO-Preise sind unattraktiv

Berichten zufolge verlangt die TMO für Sultaninen, Typ 9 rund 10,50 TRY/kg und für Type 10 10,90 TRY/kg. Das liegt deutlich über dem aktuellen Marktpreis und Händler gehen vorläufig nicht von starker Nachfrage aus. Die Börse in Izmir ist derzeit nur an zwei Tagen pro Woche geöffnet (Montag und Donnerstag) und zuletzt wurden Sultaninen dort zu Preisen von 9,50-9,60 TRY/kg gehandelt. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die Erzeuger ihre Preise an das TMO-Niveau anpassen werden. Aktuell sind die Exportpreise unverändert gegenüber der Vorwoche und die Anbauregionen bleiben von ungünstigeren Wetterverhältnissen verschont. 

Sultaninen, Türkei

Sorte

USD/kg

RTU-Grade, Type 8, medium

1,75

Grade A, Type 9, STD

1,75-1,80

Grade A, Type 10, STD

1,85-1,95

Bio, Grade A, Type 9

2,50-2,60

FOB Izmi

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Sultaninen, Type 10, Türkei
Dateisymbol
Preischart Sultaninen, Type 9, Türkei

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Trockenfrüchte
22.10.2026
SANTIAGO. In Chile entwickeln sich die Pflaumenbäume positiv, das Bild ist einheitlicher als im vergangenen Jahr. China stellt Chile vor neue Herausforderungen.
Nüsse
20.10.2026
MANILA. Die Exportpreise für philippinische Kokosraspel trotzen seit Monaten den Schwankungen am Rohwarenmarkt. Die Koprapreise sind dagegen erneut deutlich gesunken. Während sich die internationalen Kokosölpreise stabil zeigen, geben die Notierungen auf den Philippinen nach.
Trockenfrüchte
20.10.2026
AYDIN. In Aydin beschweren sich die Feigenbauern über die niedrigen Preise. Exporteure sind weiterhin vorsichtig. Das Problem erhöhter Mykotoxinwerte bleibt bestehen.
Trockenfrüchte
20.10.2026
MALATYA. Die türkischen Trockenaprikosenexporte liegen deutlich über dem Vorjahresniveau, während die Nachfrage schwach bleibt. Die Erzeuger halten dennoch an ihren Preisen fest. Für die kommenden Monate werden weitere Exportsteigerungen erwartet.