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Pistazien: Exporte in die Golfstaaten von Krieg betroffen

22. April 2026 um 15:30 , Der AUDITOR
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FRESNO. Wie aus dem März-Bericht des Administrative Committee for Pistachios hervorgeht, fielen die monatlichen Lieferungen nicht besonders beeindruckend aus. Die Exporte in die Golfstaaten haben einen Rückschlag erlitten. Kalifornien wird von den durch den Krieg im Iran verursachten Beeinträchtigungen profitieren.

Lieferungen im März wenig beeindruckend

Mit 88 Mio. lbs lagen die monatlichen Lieferungen zwar um 3% über den 85 Mio. lbs, die im März 2025 verzeichnet wurden, blieben jedoch um 20% hinter den 110 Mio. lbs des März 2024. Während die Exporte im Jahresvergleich um 7% auf 67 Mio. lbs stiegen, gingen die Inlandslieferungen um 6% auf 21 Mio. lbs zurück. 

Exporte in die Golfstaaten erleiden einen Rückschlag

Die Gesamtlieferungen zeigen ähnliche Trends. Obwohl sie gegenüber dem Vorjahr um 23% auf 756 Mio. lbs gestiegen sind, liegen sie immer noch 8% unter dem Rekordwert von 824 Mio. lbs, der 2023/2024 verzeichnet wurde. Während die Exporte gegenüber dem Vorjahr um beeindruckende 29% zugelegt haben, weisen die Inlandslieferungen einen moderateren Anstieg von 2% auf.

Die Exporte nach Vietnam haben sich in dieser Saison mehr als vervierfacht. Auch die Lieferungen nach Hongkong liegen mehr als achtmal höher als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu sind die Exporte nach Indien um 10% zurückgegangen, und der ehemalige Hauptabnehmer China verzeichnet einen Rückgang von 90%. Mit 234 Mio. lbs liegen die Lieferungen nach Asien jedoch um 9% über den 215 Mio. lbs des Vorjahres.

Die Ausfuhren nach Deutschland sind um 18% gestiegen, wobei auch Spanien und Italien beeindruckende Zuwächse verzeichnen. Insgesamt sind die Exporte nach Europa im Vergleich zum Vorjahr um 31% auf 220 Mio. lbs gestiegen.

Obwohl die monatlichen Exporte in den Nahen Osten/Afrika im März um 22% auf 11 Mio. lbs gestiegen sind, haben die Lieferungen in die Golfstaaten einen Einbruch erlitten. Die Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate werden in Klammern und mit nur 57.599 lbs angegeben, während im März 2025 noch 2 Mio. lbs verzeichnet wurden. Auch die Exporte nach Saudi-Arabien brachen um 48% auf 599.500 lbs ein, verglichen mit den 1 Mio. lbs im Vorjahr.

Der Grund dafür ist, dass die Lieferungen in die Region ins Stocken geraten sind und umgeleitet wurden, seit am 28. Februar der von den USA und Israel angeführte Krieg gegen den Iran begann und die Straße von Hormus blockiert wurde. Da die Nachfrage in dieser Saison bis dahin stark angestiegen war, liegen die Exporte in diese beiden Länder immer noch um 49% bzw. 77% über dem Vorjahresniveau. Mit 121 Mio. lbs liegen die Exporte in den Nahen Osten und nach Afrika insgesamt ebenfalls um beeindruckende 89% über den 64 Mio. lbs des Vorjahres. 

US-Pistazienlieferungen, in 1.000 lbs

Destination

2024/25

2025/26

Diff.

Vietnam

27.909

112.633

303,6%

Deutschland

62.087

73.531

18,4%

Hongkong

5.695

48.753

756,1%

Türkei

17.836

43.577

144,3%

Spanien

26.368

33.571

27,3%

Italien

16.244

27.950

72,1%

VAE

15.573

23.252

49,3%

Saudi-Arabien

9.917

17.558

77,0%

Indien

18.416

16.631

-9,7%

China

145.534

15.120

-89,6%

Andere

129.327

197.664

52,8%

Inland gesamt

142.645

145.994

2,3%

Exporte gesamt

474.906

610.240

28,5%

Gesamt

617.551

756.234

22,5%

Quelle: Administrative Committee for Pistachios, 01.09.-31.03.

Kalifornien dürfte vom Iran-Krieg profitieren

Berichten zufolge stellt der Iran-Krieg, der den Handel in dem zweitgrößten Erzeugerland extrem erschwert hat, für Kalifornien eine Chance dar, den Absatz zu steigern – trotz gestrichener Lieferungen in den Nahen Osten und steigender Preise für Treibstoff und Düngemittel. Wie Nick Moss von Expana betont, schränken logistische Herausforderungen den Zugang iranischer Pistazien zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei ein, die als wichtige Umschlagplätze fungieren. Hinzu kommt, dass die Nachfrage in den letzten Jahren gestiegen ist. Die US-Referenzpreise haben seit 2023 um 30% zugelegt. Ein Lichtblick ist jedoch, dass die Ernte offenbar nicht beschädigt wurde, da sich die Anbauregionen hauptsächlich im Nordosten des Iran befinden.

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