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Pekannüsse: China wendet das Blatt

6. März 2023 um 14:53 , Der AUDITOR
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ATLANTA. Die Nachfrage nach Pekannüssen hat sich in China erholt. Dass die USA im Januar mehr als 6 Mio. lbs dorthin geliefert haben, hat die Situation der US-Exporte deutlich verbessert.

Noch nicht ganz am Ziel

Mehr als 60% der gesamten 9,18 Mio. lbs, die im Januar exportiert wurden, entfielen auf China, wie aus dem jüngsten Positionsbericht des American Pecan Council hervorgeht. Obwohl auch die monatlichen Exporte im Januar 2023 um 49% höher lagen als die 6,14 Mio. lbs, die im Januar 2022 ins Ausland geliefert wurden, bleiben die Gesamtexporte der Saison mit 33,83 Mio. lbs weiterhin um 6% hinter denen des Vorjahres zurück. Während die Ausfuhren nach Kanada ebenfalls um 6% sanken, waren die Lieferungen nach Israel relativ stabil. Die Exporte nach Deutschland, in die Niederlande und nach Saudi-Arabien sind jedoch stark zurückgegangen.

Pekannuss*-Exporte, USA, in 1.000 lbs

Destination

2021/22

2022/23

Diff.

China

8.382

9.582

14,3%

Kanada

8.017

7.505

-6,4%

Israel

2.740

2.766

0,9%

Großbritannien

2.663

2.534

-4,9%

Deutschland

2.864

1.986

-30,1%

Südkorea

1.490

1.350

-9,4%

Niederlande

2.928

1.219

-58,4%

Frankreich

940

1.194

27%

Spanien

779

686

-11,9%

Saudi-Arabien

852

564

-33,9%

Andere

4.406

4.452

1,04%

Gesamt

36.061

33.828

-6,2%

American Pecan Council, *in der Schale, Sep-Dez

Bestände sind das Problem

Wie Pecan Report berichtet, ist der American Pecan Council jedoch bestrebt, die Nachfrage in Ländern wie Deutschland anzukurbeln, und es herrscht Zuversicht, dass dies gelingen wird. Das Problem in dieser Saison ist jedoch, dass die Lagerbestände der Händler auf den niedrigsten Stand seit 2018/2019 gesunken sind, während die Inlandsnachfrage im Vergleich zum letzten Jahr stark gestiegen ist. Außerdem sind die Erzeuger mit den Ab-Hof-Preisen nicht ganz zufrieden, da diese im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen sind, was viele dazu veranlasst hat, größere Mengen in Kühlhäusern zu lagern, in der Hoffnung auf Preissteigerungen. Zudem wird die Produktion in der nächsten Saison geringer ausfallen, da die Erzeuger in Georgia mit einem produktionsschwachen Jahr rechnen.

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