Paranüsse: Produktion erholt sich
18. Mai 2026 um 10:35 ,
Der AUDITOR
Ernte wieder über 100.000 mt
Im vergangenen Jahr war die Paranussernte dramatisch zurückgegangen und die Preise schnellten in die Höhe. Laut den während des Kongresses des International Nut and Dried Fruit Council vergangene Woche in Macao veröffentlichten Daten belief sich die Ernte 2025/2026 auf gerade einmal 58.200 mt Paranüsse in der Schale, das entspricht etwa 19.400 mt Paranusskernen. In der der Saison 2024/2025 lag das Ergebnis noch bei 100.200 mt Paranüsse in der Schale. Marktteilnehmer begründen das geringere Produktionsergebnis mit den Bränden im Amazonasgebiet Anfang 2025, welche die Erntearbeiten beeinträchtigten.
Das diesjährige Ergebnis soll hingegen wieder weitaus besser ausgefallen sein. Insgesamt wird die Ernte 2026/2027 auf 105.300 mt (35.100 mt geschält) geschätzt, das sind gut 80% mehr als im Vorjahr. Die Überhangbestände fallen mit 1.500 mt kaum ins Gewicht. Mit 80.100 mt stammen rund 76% der Ernte aus Bolivien, es folgen Peru und Brasilien mit jeweils 16.500 mt und 8.700 mt.
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Globale Paranussproduktion, in der Schale, in mt |
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Ursprung |
2025/26 |
2026/27 |
Diff. |
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Bolivien |
45.000 |
80.100 |
78,0% |
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Peru |
9.300 |
16.500 |
77,4% |
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Brasilen |
3.900 |
8.700 |
123,1% |
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Gesamt |
58.200 |
105.300 |
80,9% |
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Quelle: INC, Mai 2026 |
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Preise für neue Ernte
Für Paranusskerne, medium zur prompten Lieferung liegen die Preise aktuell auf ein einem Niveau von 9,90 USD/kg FOB Bolivien, die Midget-Kerne notieren bei 9,36 USD/kg FOB. In Anbetracht der besseren Ernteschätzungen hoffen Marktteilnehmer auf eine weitere Entspannung der Preise.
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Paranusskerne, Bolivien |
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Größe, Ernte 2026 |
USD/kg |
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Medium |
9,90 |
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Midget |
9,36 |
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FOB Bolivien |
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EU-Importe um 60% gesunken
Bedingt durch die geringere Verfügbarkeit fielen auch die EU-Importe von Paranüssen deutlich zurück. In den ersten gut vier Monaten des Jahres 2026 importierten EU-Länder insgesamt 1.445 mt Paranüsse im Wert von 17,164 Mio. EUR. Während das Einfuhrvolumen im Jahresvergleich um 61% gesunken ist, ging der Einfuhrwert aufgrund des merklichen Preisanstieges (im Schnitt +35% auf 11,88 EUR/kg) lediglich um 47,5% zurück. Bolivien bleibt mit 1.102 mt (-66% ggü. Vj.) weiterhin der wichtigste Ursprung, gefolgt von Peru, Brasilien und Chile.
Hauptabnehmer waren in den ersten Monaten des neuen Jahres die Niederlande (-29,5% auf 768 mt) und Deutschland (-85,5% auf 286 mt) sowie Spanien (-5,5% auf 205 mt).
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EU-Import Paranüsse in mt |
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Partner |
2025 |
2026 |
Diff. |
|
Bolivien |
3.233 |
1.102 |
-65,9% |
|
Peru |
382 |
211 |
-44,8% |
|
Brasilen |
75 |
85 |
13,3% |
|
Chile |
- |
46 |
n.v. |
|
Andere |
12 |
1 |
-91,7% |
|
Gesamt |
3.702 |
1.445 |
-61,0% |
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Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-10.05. 08012100+08012200 Paranüsse, mit und ohne Schale |
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