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Paranüsse: Positiver Ausblick auf die neue Ernte

27. Januar 2022 um 10:44 , Der AUDITOR
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LIMA. Der Ernteprozess in den südamerikanischen Regenwäldern hat begonnen und Marktteilnehmer berichten bisher von einem guten Ertrag und einer hohen Qualität. Wie es mit den erhofften Preissenkungen aussieht, bleibt indes fraglich.

Bolivien kämpft mit Arbeitskräftemangel

Der Ernteprozess in den lateinamerikanischen Regenwäldern hat mittlerweile begonnen und wie die Experten von Chelmer Foods berichten, scheint der Ertrag deutlich höher auszufallen als in der vorherigen Saison. Erste Verarbeiter berichten zudem von einer guten Qualität.

In Bolivien bleibt die Arbeitskräftesituation indes weiter angespannt; durch viele pandemiebedingte Ausfälle und Einschränkungen in den Fabriken sowie bei den Landwirten und Verpackern ist die gesamte Lieferkette mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert.

Kaum noch Ware verfügbar

Verschiedene Quellen wie Chelmer Foods und Antares Commodities geben an, dass die Verfügbarkeit auf dem Spotmarkt nach wie vor sehr gering ist, was die Preise weiter nach oben treiben wird. Die meisten Kunden halten demnach nur geringe Lagerbestände. Das dürfte dazu führen, dass die Preise der neuen Ernte trotz der höheren Erntemenge nicht so deutlich zurückgehen wie sonst üblich.

Preise Paranüsse, geschält

Größe, Ursprung

EUR/kg

Large, Peru

9,75

Medium, Peru

9,63

Midget, Peru

9,55

FCA Spanien

Lieferprobleme bleiben bestehen

Einig sind sich die Experten auch darin, dass die Lieferschwierigkeiten in 2022 anhalten werden. Es gibt nur wenig leere Container für die Verschiffung und die Frachtraten liegen bei über 5.000 USD für einen 20‘ FCL, wodurch die ohnehin schon hohen Preise noch weiter steigen. Antares Commodities erklärt zudem, dass die Frachtschiffe seltener fahren, was zu weiteren Störungen der Lieferkette führen wird. Zwar decken sich die Kunden im Moment nur mit dem Nötigsten ein und hoffen auf Preissenkungen in den kommenden Monaten – inwieweit sich diese Hoffnung erfüllt, steht allerdings noch in den Sternen.

Deutsche Importe stabil

Die deutschen Paranussimporte sind im Zeitraum September-November 2021 stabil geblieben und unterliegen nur einer nominalen Steigerung von 0,4%. Deutlich wird allerdings, dass Peru von Platz 2 der wichtigsten Lieferanten verdrängt wurde, weil die Niederlande ihre Exporte nach Deutschland um gut 3.400% auf 176 mt steigern konnten. Platz 1 bleibt allerdings unangefochten und mit großem Abstand Bolivien, das im genannten Zeitraum 1.928 mt Paranüsse nach Deutschland geliefert hat.

Import Paranüsse* nach Deutschland in mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

Bolivien

2.123

1.928

-9,2%

Niederlande

5

176

3.420,0%

Peru

149

137

-8,1%

Spanien

0

45

-

Brasilien

9

8

-11,1%

Andere

3

5

66,7%

Gesamt

2.289

2.299

0,4%

Quelle: Statistisches Bundesamt / Sep-Nov

*08012200 Paranüsse, frisch oder getrocknet, ohne Schale

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
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