Nüsse

Mandeln: Kompensation für Ernteschäden gefordert

5. Juli 2022 10:48, Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

MADRID/SACRAMENTO. Landwirtschaftliche Organisationen fordern Kompensation für Mandelbauern, die besonders stark von den ungünstigen Wetterbedingungen betroffen waren. Gleichzeitig wird die objektive Ernteschätzung für die US-Mandelproduktion 2022 mit Spannung erwartet.

Hohe Verluste in Granada

Trockenheit und Frostschäden haben der spanischen Mandelernte in diesem Jahr massiv zugesetzt. In der andalusischen Provinz Granada sollen Erzeuger bis zu 90% ihrer Ernte und damit den Großteil ihrer Einkünfte verloren haben, weshalb sich die örtliche landwirtschaftliche Organisation „UPA Granada“ dafür einsetzt, dass die betroffenen Bauern Kompensation erhalten. Nicht zu unterschätzen seien auch die steigenden Produktionskosten. Die ungünstigen Wetterbedingungen haben UPA Granada zufolge insbesondere bei den Erträgen der Sorten Guara und Largueta ihre Spuren hinterlassen, welche etwa die Hälfte der 95.000 ha in Granada kultivierten Mandelplantagen ausmachen. Die Experten fürchten daher, dass dies die schlechteste Ernte der vergangenen fünf Jahre werden könnte.

Andalusien ist die Hauptanbauregion für spanische Mandeln. In diesem Jahr soll die Produktion bei knapp 30.000 mt liegen, knapp die Hälfte der zuletzt landesweit prognostizierten 61.684 mt. 

Preise noch überraschend stabil

Damit rechnet das spanische National Nut Board damit, dass dies diesjährige Mandelernte um 30% geringer ausfällt als im Vorjahr. Dennoch liegen die Preise für spanische Mandeln unverändert auf ihrem vergleichsweise attraktiven Niveau, spanische Valencias, 12/14 mm, natur werden für 4,45 EUR/kg FCA Spanien angeboten. Bio-Valencias, 12/14 mm, natur werden derweil für 7,80 EUR/kg FCA gehandelt. US-Mandeln haben zwischenzeitlich sogar leicht nachgegeben, so werden California, SSR, 23/25, blanchiert derzeit ab 5,35 EUR/kg FCA Spanien offeriert.

Ende dieser Woche veröffentlicht der US-amerikanische National Agricultural Statistics Service die objektive Schätzung für die diesjährige Mandelernte. In der Woche darauf folgt der vorletzte US-Exportbericht für die Saison 2021/2022. Tendenziell ist erneut mit einem guten Ausfuhrergebnis zu rechnen, da sich ausländische Käufer großzügig mit Ware eindecken dürften, sollte es in der neuen Saison wieder zu Lieferverzögerungen und steigenden Preisen kommen. 

Mandelpreise

Type

EUR/kg

Valencia, 12/14 mm, natur, Spanien

4,45

Valencia, +14 mm, natur, Spanien

4,65

Bio-Valencia, 12/14 mm, natur, Spanien

7,80

Bio-Valencia, +14 mm, natur, Spanien

7,90

Largueta, 13/14 mm, natur, Spanien

6,20

California, SSR, 23/25, blanchiert, USA

5,35

FCA Spanien

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Mandeln, natur, +14, Valencia
Preischart für Mandeln, natur, 12/14 mm, Valencia
Preischart für Mandeln, blanchiert, 27/30, California SSR
weitere Preischarts

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Mandeln, natur, California, USA
Dateisymbol
Preischart Mandeln, Valencia, natur, 12-14, Spanien

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
10.08.2022
HANOI. Der ursprüngliche Plan der vietnamesischen Cashew-Industrie war es, 2022 Cashewkerne im Wert von 3,8 Mrd. USD zu exportieren. Diverse Schwierigkeiten sorgen allerdings dafür, dass dieses Exportziel nun nach unten korrigiert werden soll.
Nüsse
10.08.2022
KERMAN. Nach Frost und Dürre haben die iranischen Pistazienfarmer nun mit den Auswirkungen starker Regenfälle zu kämpfen, die ersten Schätzungen nach zu erheblichen Schäden geführt haben könnten. Auch die Bewässerung ist dadurch gefährdet.
Nüsse
02.08.2022
ORDU. Die Ankündigung von Präsident Erdoğan über den Kaufpreis der TMO für Haselnüsse der neuen Ernte sorgte am Samstag für Verwirrung. Obwohl die staatliche Organisation die Preise am Montag klarstellte, glauben die Händler nicht, dass der Markt sie akzeptieren wird. Gerüchten zufolge hat Ferrero schnell reagiert.
Nüsse
01.08.2022
PEKING/ATLANTA. Sowohl in Indien als auch in den USA wechseln Erdnuss-Farmer vermehrt zu Agrarprodukten wie Baumwolle, die höhere Gewinne erzielen können. Das wichtigste Produktionsland für die Saison 2022/23 bleibt allerdings China.