Macadamias: Kenia warnt Bauern vor windigen Brokern
11. Mai 2026 um 15:40 ,
Der AUDITOR
Gute Ernteschätzungen
Zum Beginn des Kalenderjahres zeigten sich die Macadamiapreise aufgrund der begrenzten Überhangbestände relativ fest. Mit dem Beginn der Ernten in den Hauptanbauregionen Südafrika, Kenia und Australien entspannt sich die Situation jedoch wieder etwas, jedoch bleibt abzuwarten, wie sich die Nachfrage aus China entwickelt, so die Experten von ofi in ihrem aktuellen Bericht. Für prompte Lieferungen sind die Preise weiterhin auf höherem Niveau stabil.
Südafrika startete vorsichtig optimistisch in die Erntesaison 2026. Aktuell liegen die Produktionsschätzungen für die diesjährigen Ernte bei 93.000-95.000 mt in der Schale, was ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahresergebnis von rund 83.400 mt wäre. Anhaltende Niederschläge in den Hauptanbauregionen bereiten Marktteilnehmern jedoch Sorge in Bezug die Arbeiten sowie die Qualität der Nüsse. Nachdem China zudem die Importzölle auf südafrikanische Macadamianüsse in der Schale sowie geschälte Macadamias von 12% auf 0% reduziert hat, könnte dass die Nachfrage ankurbeln. Allerdings sind viele Abnehmer hier gerade noch zögerlich und warten auf weitere Preissenkungen.
Verbesserte Blütenbildung und Reifung in den Plantagen Australiens lassen die Hoffnung auf eine verbesserte Macadamiaernte steigen. Erste Berichte aus den Anbauregionen sprechen von einer gesunden Entwicklung der Nüsse. Marktexperten weißen jedoch daraufhin, dass der tatsächliche Ertrag und die Qualität der Nüsse stark von den Wetterbedingungen während der Ernte abhängig sind. Die australische Produktion wird auf 56.000-58.000 mt in der Schale geschätzt, womit die diesjährige Ernte deutlich über dem Vorjahresergebnis von knapp 40.000 mt liegen würde.
Kenias Ernteprognosen waren anfänglich deutlich besser als erwartet. Ausreichend Niederschlag begünstigte die Entwicklung der Früchte. Laut den Daten des INC seit mit einem Ergebnis von 51.850 mt zu rechnen, gegenüber den 47.500 mt im vergangenen Jahr. Das Exportverbot für Macadamias in der Schale ist weiterhin in Kraft, dieses wurde eingeführt, um die Verarbeitung im einheimischen Markt zu fördern. Änderungen an dieser Regelung könnten sich auf die Marktentwicklung auswirken.
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Macadamias, Kenia |
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Sorte, Ursprung |
EUR/kg |
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Style 1 |
14,25 |
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Style 2 |
12,75 |
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FCA NL; Preisindikationen |
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Unfaire Preise
Die Macadamia Nut Processors Association of Kenya (MACNUT) hat kürzlich einen Pressebericht veröffentlicht, in dem die Organisation die einheimischen Macadamia-Bauern davor warnt, ihre Erzeugnisse an Zwischenhändler (Broker) zu verkaufen, die niedrige Preise anbieten. Dies geschah nach Berichten, wonach einige Händler die Nüsse für nur 30 Ksh/kg (0,20 USD/kg) kaufen, obwohl der von der Regierung festgelegte Mindestpreis bei 100 Ksh/kg (0,68 USD/kg) liegt. Der Verband erklärte, dass Landwirte keine Preise unterhalb des vom Landwirtschaftsministerium festgelegten Mindestpreises akzeptieren sollten, und bezeichnete solche Angebote als ausbeuterisch.
„Die MacNut Association of Kenya (MACNUT) hat Macadamia-Bauern im ganzen Land dringend aufgefordert, sich nicht von Händlern täuschen oder manipulieren zu lassen, die unfair niedrige Preise für ihre Macadamias anbieten, und warnte, dass solche Praktiken die Existenzgrundlage der Bauern und die langfristige Nachhaltigkeit des Sektors untergraben. MACNUT betonte, dass genau diese Zwischenhändler an dem illegalen Schmuggel von Nüssen in der Schale (NIS) beteiligt sind. Es bestehen ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Schmuggels von Nüssen in der Schale, der den Markt weiterhin verzerrt und den legalen Handel untergräbt. Der Verband hat die Regierung aufgefordert, die Strafverfolgung zu intensivieren und Personen sowie Netzwerke zu verfolgen, die am NIS-Schmuggel beteiligt sind, und wies darauf hin, dass der illegale Handel die Umsetzung der Politik schwächt und gesetzestreue Erzeuger und Verarbeiter schädigt“, heißt es in dem Pressebericht.
MACNUT fügte zudem hinzu, dass der Anbau von Macadamias langfristige Investitionen in Bäume, Arbeitskräfte und Pflanzenschutz erfordere und dass niedrige Preise dies nicht widerspiegelten. Es sei wichtig, die Verarbeitung der Nüsse im Inland zu lassen, um Arbeitsplätze die Erzeuger zu schützen.
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