Kokosraspel: Sorge vor Angebotsverknappung

13. November 2024 um 12:18 , Der AUDITOR
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MANILA/JAKARTA. Schließungen und Auslistungen verschiedener Kokosproduzenten treiben den Händlern Sorgenfalten auf die Stirn. Das erste Halbjahr 2025 könnte durch geringeres Angebot und höhere Preise geprägt werden.

Die Gerüchteküche brodelt

Der Kokosmarkt fürchtet in den kommenden Monaten eine Verknappung des Angebots und einen damit einhergehenden Preisanstieg auf sich zukommen. Zum einen soll ein großer indonesischer Kokosprodukteproduzent von der britischen Einzelhandelskette Marks & Spencer von deren Lieferantenliste genommen worden sein, nachdem der Produzent es versäumte, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um dem Standard seines Kunden gerecht zu werden. Marktteilnehmer fürchten nun, dass dieser Lieferant allgemein auch zukünftig Probleme haben könnte, die Anforderungen seiner Partner zu erfüllen.

Des Weiteren kursierten im Markt Gerüchte, dass ein alteingesessenes Unternehmen auf den Philippinen, welches für 15% der weltweiten Kokosraspelproduktion verantwortlich ist, ab Dezember 2024 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten den Betrieb einstellen müsse, dies teilten die Experten von JCP International in ihrem aktuellen Bericht mit. Auch TM Duché berichtete kürzlich ähnliches, wobei nicht ersichtlich ist, es sich hierbei um das Gleiche Unternehmen handelt. Bislang wurden die Gerüchte auch nicht bestätigt. Solange diese allerdings im Raum stehen, fürchten Marktteilnehmer ein geringeres Angebot von Kokosraspeln in der ersten Jahreshälfte 2025, wenn größere Player sich vorsorglich mit Eindecken und dabei die Preise nach oben treiben. 

Q1 2025 bereits so gut wie ausgebucht

Laut JCP International seien schon jetzt kaum noch Termine für Verschiffungen im ersten Quartal 2025 bei philippinischen Exporteuren zu bekommen, dafür werden inzwischen Verträge zur Lieferung im zweiten Quartal angenommen. Im Allgemeinen bleiben geringere Erträge und die daraus resultierende knapperen Bestände in dieser Saison ein Problem, ebenso wie ungünstige Wetterextreme. Hinzu kommen anhaltende Verzögerungen und höhere Kosten bei der Verschiffung in die Bestimmungsländer, da die Schiffe aufgrund der Lage am Suezkanal noch immer umgeleitete werden müssen.

Gute Nachfrage und geringere Bestände in den lokalen Märkten lassen die Preise für rohes Kokosöl auf den Philippinen steigen, aktuell liegen die Notierungen bei 94,00-95,50 PHP/kg. Auch in den europäischen Spotmärkten wie Rotterdam sind Preissteigerungen zu beobachten, hier kommen die Notierungen derzeit auf 1.860-1.925 USD/mt CIF.

Der Drewry World Container Index (WCI) ist zuletzt wieder um 2% auf 3.331 USD pro 40’FCL gesunken. T.M. Duché betonte allerdings, dass der WCI noch immer 134% über dem Durchschnittswert für 2019 vor der Pandemie liegt.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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