Kokosraspel: Zwischen Preisrückgang und Versorgungsrisiken

13. Oktober 2026 um 16:16 , Der AUDITOR
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MANILA. Die Exportnotierungen für Kokosraspel bleiben stabil, während Kokosöl und Kopra günstiger werden. El Niño erhöht das Risiko für die Versorgung im kommenden Jahr. Zudem beeinträchtigen Engpässe im Containerverkehr die philippinischen Exporte.

Stabile Preise für Kokosraspel

Der Kokosmarkt zeigt sich uneinheitlich: Während die Exportnotierungen für Kokosraspel auf den Philippinen zum 34. Mal in Folge unverändert blieben, gaben die Inlandspreise leicht nach. Bei Kokosöl und Kopra setzte sich die Abwärtsbewegung fort; das geben die Experten von T.M. Duché in ihrem jüngsten Bericht an. Auch auf dem europäischen Spotmarkt zeigen die Preise seit mehreren Wochen keine Veränderung.

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/mt

High fat, fine, Indonesien

2.500

High fat, medium, Vietnam

2.000

High fat, fine, Philippinen

2.750

FCA NL; Preisindikationen

Kokosöl und Kopra günstiger

Die philippinischen Kokosraspelexporte beliefen sich im August auf rund 14.300 mt. Damit lagen sie um 15,2% unter dem Niveau des Vorjahresmonats, aber um 9,1% über dem durchschnittlichen Monatsvolumen der ersten sieben Monate des Jahres 2026. Von Januar bis August wurden insgesamt 106.030 mt ausgeführt, verglichen mit 110.240 mt im Vorjahreszeitraum.

Die internationalen Kokosölpreise gaben eine weitere Woche nach. Neben der schwächeren Stimmung am Palmöl- und Sojaölmarkt trug die bessere Kopraverfügbarkeit auf den Philippinen zu dieser Entwicklung bei. Die philippinischen Koprapreise sanken in den meisten Anbaugebieten. Sowohl die durchschnittlichen Abgabepreise ab Mühle als auch die Erzeugerpreise ab Hof gingen zurück.

El Niño und Hafenprobleme als Risiken

Die US-amerikanische Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) rechnet laut ihrer Einschätzung vom 8. Oktober mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 83% für ein starkes bis sehr starkes El-Niño-Ereignis, das bis zum März 2027 anhalten könnte. Auch die philippinische Wetterbehörde PAGASA warnt vor einem erhöhten Risiko unterdurchschnittlicher Niederschläge, längerer Trockenperioden und Dürren bis in die erste Hälfte des Jahres 2027. Die zuletzt gesunkenen Niederschlagsmengen auf den Philippinen entsprechen dieser Entwicklung. Anhaltende Trockenheit kann die Blüte, den Fruchtansatz und die Entwicklung der Kokosnüsse beeinträchtigen, wobei sich mögliche Auswirkungen auf das Angebot zeitverzögert zeigen, so T.M. Duché.

Zusätzlich erschweren Hafenüberlastungen und Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Containern die Ausfuhren von den Philippinen. Obwohl die internationalen Frachtraten zuletzt überwiegend sanken, können sich dadurch weiterhin Verzögerungen und zusätzliche Kosten für Exporteure ergeben. Kurzfristig bleibt der Markt durch die bessere Kopraverfügbarkeit und die schwächeren Ölpreise unter Druck, während El Niño und die Logistikprobleme die Versorgungsperspektiven für 2027 belasten könnten.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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