Kokosraspel: Käufer sollten vorsorgen

2. September 2026 um 15:30 , Der AUDITOR
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MANILA. Die Auswirkungen eines möglichen Super-El-Niño sollen im Kokosmarkt vor allem 2027 spürbar werden. In Shanghai haben sich die Wartezeiten für Schiffe mehr als verdoppelt.

Preise bleiben weiterhin stabil

Die internationalen Exportnotierungen für Kokosraspel für die USA, Europa und weitere Destinationen blieben die 28. Woche in Folge unverändert. Auf dem Inlandsmarkt in Manila zeigt hingegen ein anderer Trend, dort haben die Preise zuletzt wieder zugelegt. Aufgrund dieser gegensätzlichen Entwicklung empfehlen die Experten von T.M. Duché lieber auf qualitätsspezifische Angebote, Verladezeiträume und tatsächliche Verfügbarkeit zu achten. 

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/mt

High fat, fine, Indonesien

2.500

High fat, medium, Vietnam

2.000

High fat, fine, Philippinen

2.750

FCA Niederlande

Knapp durch El Niño erst 2027 spürbar

Derweil verweist ein Bericht von BigGo Finance auf die Einschätzung von Barclays, wonach ein möglicherweise außergewöhnlich starker El Niño zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 seinen Höhepunkt erreichen könnte. In diesem Szenario wären deutliche Preissteigerungen für Kokos- und Palmöl um 30-40% zu erwarten.

Wie JCP International in seinem aktuellen Bericht mitteilt, zeigen sich in Teilen der Philippinen erste Hinweise auf höhere Temperaturen und unterdurchschnittliche Niederschläge. Sollte sich das entstehende El-Niño-Muster fortsetzen, sollen die Auswirkungen auf die Kokosproduktion eher im Jahr 2027 als unmittelbar spürbar werden.

Darüber hinaus sind laut JCP große Teile der Bevölkerung auf den Philippinen von heftigen Monsunregenfällen betroffen. Taifune und ein verstärkter Südwestmonsun können die Kokosernte, die Trocknung von Kopra, den Transport zwischen den Inseln sowie die Verarbeitung in Mühlen beeinträchtigen. Regional können sich die Auswirkungen jedoch stark unterscheiden. So könnte sich die lokale Verfügbarkeit vorübergehend verknappen, obwohl die nationale Versorgungslage insgesamt ausreichend erscheint.

Die letzten Monate des Jahres 2026 sollten daher genutzt werden, um einen Teil des Bedarfs für 2027 frühzeitig abzusichern, empfehlen T.M. Duché. Wo Haltbarkeit und Lagerbedingungen dies zulassen, könne dies über physische Bestände erfolgen. Sei eine zusätzliche Lagerhaltung nicht praktikabel, kommen Lieferverträge mit Terminabwicklung infrage. 

Wartezeiten in Shanghai haben sich mehr als verdoppelt

Der Drewry World Container Index ging zuletzt um 1% zurück. Die Strecke Shanghai-Rotterdam vergünstigte sich um 3%, Shanghai-Genua um 2%. Zu berücksichtigen sei aber, dass sich die Wartezeiten für Schiffe in Shanghai von 35 auf 96 Stunden mehr als verdoppelt haben. Laut Drewry sollten die Frachtraten weitgehend stabil bleiben, allerdings sollten sich Kokosnussexporteure auf eventuelle Verzögerungen bei Verbindungsanschlüssen einstellen.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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