Kokosraspel: Hafen in Manila stark überlastet

5. Februar 2025 um 15:47 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

MANILA. Eine begrenzte Infrastruktur und Ineffizienz verzögern die Frachtabfertigung in der philippinischen Hauptstadt und treiben die Kosten in die Höhe. Von den US-Zöllen sind die Philippinen nicht direkt betroffen.

Philippinen steigert Exporte im Januar

In ihrem jüngsten Marktupdate berichten die Experten von T.M. Duché, dass die Philippinen im Januar insgesamt 198.765 mt Kokosprodukte exportierten, was einer Steigerung von 5,3% gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf die Kokosölausfuhren zurückzuführen, die bei 110.234 mt lagen und damit um 8,2% höher als im Januar 2024. Insgesamt zeigt sich der globale Kokosölmarkt trotz der volatilen Pflanzenölpreise überraschend robust. Die Preise für Kokosöl bewegen sich aktuell bei 1.945-2.000 USD/mt CIF Rotterdam.

Verzögerte Frachtabfertigung in Manila

Wie T.M. Duché ebenfalls angibt, ist der Hafen von Manila derzeit massiv überlastet. Seit Anfang 2025 sei die durchschnittliche Wartezeit für den Frachtumschlag auf zwei Tage gestiegen. Die begrenzte Infrastruktur und betriebliche Ineffizienzen verzögern die Frachtabfertigung und erhöhen die Kosten, zum Beispiel durch die Umleitung zu anderen Häfen. Dazu kommt der anhaltende Containermangel, der auf den Philippinen zu Engpässen führt. Das treibt auch die Frachtkosten und die Lieferzeiten in die Höhe.

Philippinen profitieren von Handelsabkommen

Die Zölle, die die USA gegen Kanada, Mexiko und China erhoben haben, betreffen die Philippinen nicht direkt; die Marktexperten geben im Gegenteil an, dass die Handelsbeziehungen zwischen dem asiatischen Inselstaat und den Vereinigten Staaten stark sind. Darüber hinaus profitieren die Philippinen vom philippinisch-amerikanischen Handels- und Investitionsrahmenabkommen (TIFA) von 1989, das verschiedene handelsbezogene Fragen regelt, so T.M. Duché.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
02.11.2026
NEU-DELHI/HO-CHI-MINH-STADT. In Mosambik herrschen gute Wetterbedingungen für den Cashew-Anbau. Verarbeitungsbetriebe in Vietnam zeigen wenig Interesse am Kauf von rohen Cashewnüssen. Sie sind mit der aktuellen Marktlage nicht gerade zufrieden. Vietnams Exporte von Cashewkernen sind im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil. Die US-Importe sind stark angestiegen. In Indien werden derzeit kurzfristige Einkäufe getätigt.
Nüsse
02.11.2026
NEU-DELHI. Die Anlieferungen in Indien nehmen zu, wobei die Landwirte dazu angehalten werden, nicht zu viele Erdnüsse zu verkaufen. Auf dem internationalen Markt gewinnt die Qualität zunehmend an Bedeutung.
Nüsse
29.10.2026
ORDU. Die Einkaufsbedingungen von Ferrero für Haselnüsse haben den Markt überrascht. Qualitäts- und Liquiditätsprobleme stehen im Vordergrund.
Nüsse
28.10.2026
BRÜSSEL. Die EU-Importe von Nüssen haben in den ersten drei Quartalen des Jahres 2026 ein Rekordniveau erreicht. Am höchsten sind die Ausgaben für Pistazien und Mandeln. Haselnüsse haben Cashewnüsse in den Top 3 abgelöst. Bei Walnüssen, Erdnüssen und Pekannüssen sowie bei Pinienkernen, Macadamias, Paranüssen und Kolanüssen zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung.