Kostenfrei

Haselnüsse: Prognosen sind nicht bei allen willkommen

29. Mai 2017 um 10:12 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

ORDU. Wirklich zufrieden sind die türkischen Haselnusshändler mit den Ernteprognosen für die neue Saison nicht. Das liegt weniger an der erwarteten Menge, als an der Angst vor aufkommender Spekulationslaune.

Wie bei Sultaninen wäre es den Marktteilnehmern lieber, es würden nur von offizieller Seite später in der Saison Ernteerwartungen veröffentlich werden. Das lässt sich aber kaum verhindern. Die Türkei ist mit ihrer Quasi-Monopolstellung der wichtigste Player und die dortige Ernte hat einen wesentlichen Einfluss auf die Preisentwicklung im internationalen Haselnussmarkt.

Der Druck steigt
Marktteilnehmer berichten über fehlendes Kaufinteresse aus dem In- und Ausland, viele fokussieren sich bereits auf die neue Ernte. Die Sträucher sind Berichten zufolge in besserem Zustand als letztes Jahr, was auf eine bessere Qualität hoffen lässt. Noch beugen sich die Bauern aber nicht dem vermeintlichen Verkaufsdruck, die Käufe der TMO halten sich auch in Grenzen.

Für neuerntige Ware bewegen sich die Angebotspreise in einem breiten, aber für die Käufer annehmbaren Rahmen. Weiter dürften sie allerdings nicht steigen. Lieferanten begründen die Preisunterschiede mit dem potentiellen Markteingriff der TMO zu Beginn der neuen Ernte, welcher die Rohwarenpreise um mindestens 1 TRY/kg steigen lassen könnte. Daher werden aktuell trotz zahlreicher Anfragen verhältnismäßig wenige Kontrakte abgeschlossen.    

Türkische Haselnusskerne

Produkt 

EUR/kg

Natur, 11-13 mm 

5,95

Gehackt, 2-4 mm 

5,80

Grieß, 0-2 mm 

5,55

Haselnusspaste

5,40

DDP Deutschland

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Haselnusskerne, natur, 11-13 mm

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
19.08.2026
MANILA. Der Kokosmarkt bleibt unter Druck: Während die Exportnotierungen für Kokosraspel stabil sind, geben die Preise für Kokosöl und philippinische Kopra weiter nach. Gleichzeitig erhöht die zunehmende Wahrscheinlichkeit eines starken El Niño das Risiko für die Kokosversorgung im Jahr 2027.
Nüsse
19.08.2026
PEKING/KAPSTADT. Der INC geht in diesem Jahr von einer deutlich größeren Macadamiaernte aus. Wichtigster Produzent und gleichzeitig ein großer Importeur ist dabei China, doch auch Südafrika und Australien rechnen mit höheren Erträgen.
Nüsse
18.08.2026
SUCRE/REUS. Nach INC-Schätzungen dürfte die Paranussernte der Saison 2026/27 wieder deutlich besser ausfallen als im Vorjahr. Der Markt zeigt sich indes äußerst preissensibel.
Nüsse
18.08.2026
SACRAMENTO/REUS. Die US-Pistazienexporte werden in dieser Saison keinen neuen Rekord erzielen. China hat jedoch in den letzten Monaten seine Einfuhr verstärkt. Die Ernteprognosen für die Saison 2026/2027 liegen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.