Getrocknete Pflaumen: Gute Voraussetzungen für neue Ernte in Chile

5. Oktober 2026 um 16:07 , Der AUDITOR
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SANTIAGO/BRÜSSEL. El Niño sorgte in Chile für einen niederschlagsreichen Winter, wovon die Pflaumenernte 2027 profitieren soll. Die Aussichten sind positiv. EU-Länder haben ihre Trockenpflaumenimporte aus Chile in diesem Jahr um 7% gesteigert.

Niederschlagsreicher Winter

Chilenische Trockenpflaumen Lieferanten berichten von stabiler Exportnachfrage. Immer mehr rückt aber auch die Entwicklung der Ernte 2027 in den Fokus der Marktteilnehmer, wie die Experten von Chelmer Foods in ihrem aktuellen Bericht mitteilen. Die Wetterbedingungen sind überaus positiv. Das Wetterphänomen El Niño hat in Chile für einen besonders niederschlagsreichen Winter gesorgt, was den Wasserreserven zugutekam. Beste Voraussetzungen also für die Entwicklungen der Plantagen im Frühling und Sommer. Inzwischen sind Pflaumenbäume in die jährliche Blüteperiode eingetreten. Zwar ist es jetzt noch zu früh, um Prognosen für die neue Ernte abzugeben, die Aussichten sind im Moment jedoch durchaus gut.

Der Markt für 2026 war bislang durch eine vergleichsweise stabile Nachfrage und Preise am oberen Ende der Handelsspanne geprägt. Branchenschätzungen zufolge sind bereits rund 90% der verfügbaren Mengen der Saison in Kontrakten gebunden. Bis Ende August war etwa die Hälfte der Ernte exportiert. Das stützt die Preise zusätzlich. Laut dem Bericht von Chelmer Foods sind derzeit Trockenpflaumen von mittlerer Größe besonders gefragt und das rege Kaufinteresse hat zu Angebotsverknappung bei einzelnen Größen geführt. Käufer mit bestimmten Anforderungen an ihre Ware müssen sich daher darauf einstellen, dass das Angebot im Laufe der Saison sinken dürfte. Wer kann, sollte sich flexibel auf Alternativen einstellen. 

Höhere Preise für Pflaumen aus Chile

Im europäischen Spotmarkt lagen die Preise für chilenische Trockenpflaumen der Sorte Elliot zuletzt auf einem Niveau von 3,23 EUR/kg EXW Polen und legten damit seit Anfang September um rund 0,10 EUR/kg zu. Moldawische Trockenpflaumen, 40/50 mit Stein notieren derweil bei 2,25 EUR/kg FCA Niederlande. 

EU-Importe um 7% gesunken

EU-Länder importierten zwischen dem 01.01.2026 und dem 27.09.2026 insgesamt 27.449 mt (-7% ggü. Vj.) getrocknete Pflaumen im Wert von 102,776 Mio. EUR (+6% ggü. Vj.). Der Durchschnittliche Importpreis lag mit 3,74 EUR/kg deutlich über dem Vorjahresniveau von 3,29 EUR/kg.

Während die Lieferungen aus Chile im Jahresvergleich um 7% auf 18.152 mt gestiegen sind, konnten die Einfuhren aus Ländern wie den USA (-10% auf 2.780 mt) und Moldawien (-2% auf 2.046 mt), sowie vor allem aus Argentinien (-26% auf 1.833 mt) und Serbien (-64% auf 719 mt nicht mit dem Vorjahreswert mithalten.

Hauptabnehmer innerhalb der EU waren Polen (+40% auf 6.090 mt) und Deutschland (-31% auf 4.190 mt) sowie Spanien (-0,3% auf 3.980 mt) und Italien (+18% auf 3.900 mt). 

EU-Import Trockenpflaumen in mt

Partner

2025

2026

Diff.

Chile

16.961

18.152

7,0%

USA

3.071

2.780

-9,5%

Moldawien

2.092

2.046

-2,2%

Argentinien

2.468

1.833

-25,7%

Usbekistan

1.268

1.026

-19,1%

Serbien

2.000

719

-64,1%

Andere

1.521

893

-41,3%

Gesamt

29.381

27.449

-6,6%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-27.09.

08132000 Pflaumen, getrocknet

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischarts

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