Getrocknete Feigen: Handelsaktivitäten bleiben gestört

30. März 2020 um 15:05 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

TEHERAN. Die Marktteilnehmer im Iran rechnen damit, dass die Ausbreitung des Coronavirus einen Rückgang des Exportvolumens um 20% und eine Abnahme des Exportwertes um 50% zur Folge haben wird. Eines der Hauptprobleme sind die Verkehrsbeschränkungen an den Grenzen. Die Ausbreitung des Virus hat auch massive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Trockenfeigen.

Unterschiedliche Situation an den Grenzen

Die Situation an den Grenzen variiert von Land zu Land, auch was die Beschränkungen für Exporte und Importe betrifft. Wenn der Personenverkehr verboten ist, ist es den Fahrern auch nicht möglich, in ein anderes Land einzureisen, was bedeutet, dass Waren an den Grenzen ausgetauscht werden müssen. Die Handelsförderungsorganisation des Iran kann berichtet, dass der Handel derzeit an den nördlichen Grenzen aktiv ist, während die südlichen Grenzen geschlossen sind. Zurzeit gilt folgende Übersicht:

- Trotz einiger Einschränkungen im Verkehr in den Häfen, einschließlich des Port Sultan Qaboos, sind die Grenzen zum Oman fast vollständig geöffnet.
- Kuwait hat die Lieferung von Gütern und Personen fast vollständig verboten.
- Katar hat die Lieferung von Nahrungsmitteln verboten, lässt aber Mineralien zu.
- Obwohl der Handel mit den Vereinigten Arabischen Emiraten im Gange ist, gelten Einschränkungen.
- Lebensmittel werden per Bahn über den Grenzübergang Sarakhs nach Turkmenistan transportiert. 
- Die Transitroute ist für Aserbaidschan geöffnet.
- In Armenien gelten Einschränkungen. Iranische Visa sollen annulliert werden. Einige Waren können jedoch über die Maghri-Grenze gehandelt und durchgeschleust werden.
- In Kasachstan und Russland werden Waren nur langsam transferiert.
- An den Grenzen in Afghanistan gibt es Probleme bei der Erteilung von Visa an afghanische LKW-Fahrer, ansonsten gibt es keine Einschränkungen.
- An der Grenze zur Türkei werden an der Sero-Grenze in Orumiyeh nur landwirtschaftliche Güter mit türkischen Lastwagen exportiert. Der Schienengüterverkehr ist an der Khoy-Razi-Grenze möglich. Iranische und türkische Lastwagen können an der Grenze Bazargan-Maku in ihr Herkunftsland zurückkehren.
- Pakistan hat alle Grenzen zum Iran geschlossen.

An den Häfen im Norden und Süden des Iran werden keine Störungen gemeldet. Der Handel in den südiranischen Häfen mit Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde jedoch eingestellt, und Katar akzeptiert nur Kühlschiffe.

Inlandsnachfrage treibt die Preise nach oben

Die Neujahrsfeierlichkeiten im Iran und Richtlinien, die den Verzehr von Trockenfrüchten empfehlen, haben die Nachfrage auf dem heimischen Markt angekurbelt. Die Preise sind in den letzten zwei Wochen um 2-3% gestiegen. Dennoch ist die Inlandsnachfrage viel niedriger als im letzten Jahr.

Getrocknete Feigen, Iran

Typ

EUR/kg

Grade A

3,68

Grade AA

4,48

Grade AAA

5,35

FOB Iran

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Feigen, getrocknet, Nr. 2, Lerida
- Preischart für Feigen, getrocknet, Nr. 4, Lerida
- weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
07.10.2026
MANILA/HANOI. Die Preise für Kokosraspel auf den Philippinen bleiben stabil, während Kokosöl international erneut günstiger wird. El Niño könnte die Versorgung mit Kokosprodukten und damit die Preise 2027 merklich beeinflussen. Vietnams Kokosexporte in die USA legten im Jahresvergleich deutlich zu.
Trockenfrüchte
06.10.2026
AYDIN. Die erste Woche der Exportsaison wies ein gutes Ausfuhrvolumen aus. Die Lieferungen sollen in den kommenden Wochen weiter anziehen. Die Preisentwicklung ist dagegen etwas unklar.
Trockenfrüchte
06.10.2026
MALATYA. Die türkischen Trockenaprikosenexporte liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erzeuger warten weiterhin auf mögliche Ankäufe durch TMO. Die Preise zeigen sich unterdessen weitgehend stabil.
Trockenfrüchte
06.10.2026
MANISA. Ein höherer Rohwareneinsatz sorgt dafür, dass sich die üppigeren Erträge dieser Saison nicht eins zu eins auf die Sultaninenproduktion umlegen lassen. Die Bauern bleiben unzufrieden mit den Rohwarenpreisen. Die Exporte laufen gut.