FAO: 75 Jahre Kampf gegen den Hunger
26. Oktober 2020 um 12:12 ,
Der AUDITOR
Nordamerika ist aktuell mit den verschiedensten Themen in den Medien vertreten, das gilt vor allem für die USA. Leider sind die Umstände häufig negativ konnotiert, sei es die Rassismus-Debatte, die Präsidentschaftswahl mit den verschiedenen Eskapaden beider Teilnehmer oder der umstrittene „Phase One“-Handelsdeal mit China. Bei all dem Tumult sollte jedoch eine positive Nachricht nicht untergehen: Die Food and Agriculture Organization (FAO) feiert in diesem Monat ihren 75. Geburtstag und sowohl die USA als auch Kanada spielten in den vergangenen Jahrzehnten eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Hunger.
Landwirtschaftliche Produktivität gegen Armut
Offiziell gegründet wurde die Organisation am 16. Oktober 1945 im kanadischen Québec. Passend dazu fand vergangene Woche eine virtuelle Veranstaltung zum Jubiläum statt, an der alle wichtigen Vertreter teilnahmen. Der Generaldirektor der FAO, Dr. Qu Dongyu, unterstrich die bedeutende Rolle, die Kanada und die USA in den letzten 75 Jahren bei der Mission der FAO gespielt haben. Kanada habe mit der FAO zusammengearbeitet, "um Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Zeit und neue Wege zur Unterstützung der Bedürftigen zu finden", während die USA, der größte Beitragszahler der FAO, "ein wichtiger Partner sind, der in allen unseren Arbeitsbereichen mitarbeitet, vom globalen Lebensmittelhandel und der Lebensmittelsicherheit über Katastrophenhilfe bis hin zur Förderung von Wissenschaft und Innovation, um die globale Landwirtschaft voranzubringen", sagte Qu. US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue ergänzte: „Unser gemeinsamer Zweck der FAO-Verfassung von 1945 ist immer noch gültig. Dank der Fortschritte, die durch die FAO und die Technologie erzielt wurden, sind wir heute als globale Gemeinschaft stärker miteinander verbunden als je zuvor. Weltweit sind alle Menschen wohlhabender als bei der Gründung der FAO.“ Damit habe die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität entscheidend zur dramatischen Reduzierung der weltweiten Armut beigetragen.
Digitale Landwirtschaft gewinnt an Bedeutung
Ein maßgebliches Problem im Kampf gegen die Unterernährung stellt aktuell natürlich die Corona-Pandemie dar. Wie auch die UNO bereits feststellte, dürfte sich dadurch die Anzahl der Hungernden weltweit noch einmal drastisch erhöhen. Laut Qu mache das deutlich, dass die Mission der FAO noch lange nicht erfüllt ist. "Jetzt ist mehr denn je die Zeit für uns alle gekommen, zusammenzukommen und die Befreiung von Hunger und Unterernährung zu gewährleisten, insbesondere für marginalisierte und gefährdete Bevölkerungsgruppen.“ Zu Beginn der Plenarsitzung hob der Generaldirektor seine Bemühungen hervor, sicherzustellen, dass die Arbeit der FAO an fünf Zielen gemessen wird: "konkret, greifbar, partizipatorisch, transparent und kohärent". Er lud Kanada und die USA ein, die Bemühungen der FAO zur Intensivierung einer digitalen Revolution in der globalen Landwirtschaft zu unterstützen, indem sie die International Platform for Digital Food and Agriculture unterstützen. "Die digitale Landwirtschaft ist die Zukunft, und wir müssen hart daran arbeiten, sie für jeden landwirtschaftlichen Familienbetrieb rund um den Globus Wirklichkeit werden zu lassen“.