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Cashews: Vietnam bleibt wichtigster Lieferant für die USA

13. Oktober 2021 11:32, Der AUDITOR
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HANOI/ACCRA. Obwohl Vietnam mit vielen pandemiebedingten Einschränkungen zu kämpfen hatte, kann sich das Land als wichtigster Cashew-Lieferant für die USA behaupten. Einige afrikanische Länder könnten allerdings in Zukunft als Konkurrenz auftreten.

Vietnam liefert 90% der US-Importe

Wie die International Trade Commisson bekanntgab, importierten die USA in den ersten sieben Monaten des Jahres 2021 insgesamt rund 97.000 mt Cashewnüsse im Wert von 615 Mio. USD. Das entspricht einer leichten Steigerung von 0,5% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2020. Vietnam kann dabei den ersten Platz unter den wichtigsten Lieferanten problemlos verteidigen; obwohl auch die dortige Cashewindustrie aufgrund der Pandemie viele einschränkende Maßnahmen ergreifen musste, machen die vietnamesischen Lieferungen immer noch knapp 90% der US-Importe aus. Zwischen Januar und Juli 2021 lagen Vietnams Exporte in die USA bei 87.000 mt im Wert von 545 Mio. USD. Die Länder, die in Zukunft zur größten Konkurrenz für Vietnam werden könnten, sind der Vietnam Cashew Association (Vinacas) zufolge die Elfenbeinküste und Nigeria.

Die Preise für vietnamesische Cashewkerne haben auf dem europäischen Spotmarkt im Vergleich zur Vorwoche leicht nachgegeben und liegen für die Sorte WW320 aktuell bei 6,75 EUR/kg FCA Spanien.

Preise Cashewkerne, Vietnam

Sorte

EUR/kg

WW320

6,75

WW240

7,20

Large White Pieces

4,45

FCA Spanien

Afrika produziert über die Hälfte der globalen Rohware

Die Sorge um afrikanische Konkurrenz ist nicht unbegründet, wenn man die aktuellen Schätzungen der African Cashew Alliance (ACA) betrachtet. Insgesamt wurden auf dem Kontinent im Jahr 2020 mehr als 2,1 Mio. mt rohe Cashewnüsse geerntet und auch im aktuellen Jahr bleibt Afrika der Rohwarenproduzent Nummer eins. Die wichtigsten Anbauländer sind dabei die Elfenbeinküsten mit geschätzten 900.000 mt, was allein einer Steigerung von 100.000 mt gegenüber 2020 entsprechen würde. Für Nigeria liegen die Ernteschätzungen aktuell bei 210.000-250.000 mt, während die Experten in Ghana von einer Ernte zwischen 110.000 und 130.000 mt ausgehen. Die afrikanischen Anbauländer sind zusehend bemüht, auch weitere Produktionsschritte im Ursprung durchführen zu können, was die Ware für Exportziele wie die USA oder Europa interessanter machen würde.

Die Schätzungen für die Welternte roher Cashewnüsse bewegen sich derzeit zwischen 3,5 Mio. und 3,8 Mio. mt, wovon rund 54% auf afrikanische Produktionsländer entfallen. Indien steuert etwa 21% bei, 17% entfallen auf Vietnam und Kambodscha, die bei dieser Rechnung zusammengenommen werden.

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