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Cashews: Leichter Anstieg der Welternte

27. Juli 2022 um 11:54 , Der AUDITOR
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REUS/YAMOUSSOUKRO. Nachdem Kambodscha seine Erntezahlen massiv nach oben korrigiert hat, musste der INC die Ernteschätzungen für 2021/22 noch einmal anpassen. Für die neue Saison wird eine leichte Produktionssteigerung erwartet.

Das Rätsel um Kambodscha

In seinen aktuellen Juli-Schätzungen muss der International Nut and Dried Fruit Council (INC) seine Prognosen aus dem März für die Saison 2021/22 noch einmal nach oben revidieren. Die Zahlen aus Kambodscha hatten bereits monatelang für Verwirrung auf dem globalen Markt gesorgt, besonders, da Vietnams Importe aus Kambodscha der Vietnam Cashew Association (Vinacas) zufolge teilweise über der Gesamterntemenge des Landes gelegen hatten. Der INC berichtet nun, dass Kambodscha im vergangenen Jahr ein zu geringes Erntevolumen angegeben hatte; dieses lag in den Märzprognosen noch bei 300.000 mt und ist nach der Korrektur nun mit 600.000 mt doppelt so hoch. Damit erhöht sich auch die globale Produktionsschätzung für die Saison 2021/22 auf 4,41 Mio. mt.

Elfenbeinküste weiter auf dem Vormarsch

Die mit Abstand meisten rohen Cashewnüsse produziert auch in der Saison 2022/23 die Elfenbeinküste. Nachdem sie bereits im letzten Jahr die Grenze von 1 Mio. mt geknackt hatte, steigert sie sich in der aktuellen Saison den Schätzungen zufolge noch einmal um 50.000 mt. Auf Platz 2 folgt Indien, das dem INC zufolge allerdings einen Rückgang von 8,5% verzeichnen könnte. Ebenfalls rückläufig zeigt sich die Produktion roher Cashewnüsse beispielsweise in Vietnam, Benin und Brasilien, während Länder wie Nigeria, Guinea-Bissau und Burkina Faso mit deutlichen Steigerungen aufwarten können. Sollten sich die derzeitigen INC-Prognosen bewahrheiten, kann Togo seine Ernte in diesem Jahr sogar verdoppeln.

Produktion Cashews (Rohware) in mt

Land

2021/22

2022/23*

Diff.

Côte D'Ivoire

1.000.000

1.050.000

5,0%

Indien

738.000

675.000

-8,5%

Kambodscha

600.000

550.000

-8,3%

Vietnam

400.000

350.000

-12,5%

Nigeria

240.000

275.000

14,6%

Guinea-Bissau

180.000

225.000

25,0%

Tansania

220.000

225.000

2,3%

Benin

240.000

220.000

-8,3%

Ghana

180.000

180.000

0,0%

Burkina Faso

100.000

130.000

30,0%

Brasilien

135.000

120.000

-11,1%

Indonesien

115.000

120.000

4,3%

Guinea Conakry

60.000

90.000

50,0%

Mosambik

65.000

85.000

30,8%

Senegal

35.000

50.000

42,9%

Togo

20.000

40.000

100,0%

Gambia

15.000

20.000

33,3%

Mali

7.000

10.000

42,9%

Kenia

6.000

5.000

-16,7%

Andere

54.000

55.000

1,9%

Gesamt

4.410.000

4.475.000

1,5%

Quelle: INC, Juli 2022; *Ernte von Januar-Juni 2022 (Nordhalbkugel),
September 22 - Februar 23 (Südhalbkugel)

Leichte Preisrückgänge

Viele Erzeugerländer haben in dieser Saison mit schwierigen Wetterbedingungen zu kämpfen. So haben starke Regenfälle in Kambodscha und Vietnam dafür gesorgt, dass die Ernte zu spät eingefahren und teilweise auch beschädigt wurde. In den afrikanischen Anbauländern sieht es diesbezüglich besser aus; dort gibt es dem INC zufolge zudem zahlreiche Schulungen, die den Erzeugern helfen sollen, bessere Erträge zu erzielen.

Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt zeigten sich in den vergangenen Wochen leicht rückläufig; Cashewkerne, WW320 aus Vietnam kosten derzeit 6,40 EUR/kg FCA Spanien.

Cashewkerne

Sorte

EUR/kg

USD/kg

WW320, Vietnam, FCA Spanien

6,40

6,48

WW240, Vietnam, FCA Spanien

6,80

6,88

WW450, Vietnam, FCA Spanien

6,10

6,17

W320, FOB Indien

8,07

8,19

W240, FOB Indien

8,71

8,84

Quelle: Handel

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
allgemeine Preischarts

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